Nachschlagen
Glossar
14 Geräte, 219 Fachbegriffe und Abkürzungen sowie 781 Schlagworte aus 241 Artikeln. Geräte sind im Bild beschriftet, Begriffe kurz definiert und mit den passenden Artikeln verknüpft.
Geräte
Alle Geräte
MessungElektronischer DrehstromzählerElektronischer Zähler für drei Phasen, der in Haushalten mit Kraftstrom und in Gewerbe und Industrie eingesetzt wird.
MessungFerraris-ZählerElektromechanischer Zähler, in dem eine Aluminiumscheibe umläuft und ein Rollenzählwerk antreibt.
KommunikationHAN-Schnittstelle (HAN)Lokale Schnittstelle am Smart-Meter-Gateway, über die berechtigte Geräte im Gebäude Messwerte lesen oder gesichert angebunden werden.
KommunikationIntelligentes Messsystem (iMSys)Moderne Messeinrichtung plus Smart-Meter-Gateway: erst die Kombination heißt intelligentes Messsystem.
MessungMesswandlerÜberträgt hohe Ströme oder Spannungen im festen Verhältnis auf kleine Werte, die ein Zähler messen kann.
MessungModerne Messeinrichtung (mME)Digitaler Stromzähler mit Display, der Verbrauch und Nutzungszeit abbildet und sich über ein Smart-Meter-Gateway anbinden lässt.
Anlagen & LastenNachtspeicherheizungElektro-Speicherheizung, die zu Schwachlastzeiten Wärme in Speichersteinen puffert; nach § 14a EnWG als Nachtstromspeicherheizung steuerbar.
Anlagen & LastenPV-WechselrichterWandelt den Gleichstrom der Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom und speist ihn in die Kundenanlage oder das Netz ein.
SteuerungRundsteuerempfänger (RSE)Empfänger für tonfrequente Steuersignale des Netzbetreibers, der Kontakte für Tarifumschaltung und Lastschaltung schaltet.
KommunikationSmart-Meter-Gateway (SMGW)Zertifizierte Kommunikationseinheit, die Messwerte der Messeinrichtung sicher verarbeitet und an berechtigte Marktrollen sendet.
Anlagen & LastenWallboxFest montierte Ladestation für Elektrofahrzeuge; als nicht öffentlich zugänglicher Ladepunkt eine steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG.
Anlagen & LastenWärmepumpeHeizt mit Strom und Umweltwärme; ab 4,2 kW Netzanschlussleistung eine steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG.
ZählerplatzZählerschrankSchrank mit Zählerplätzen, in dem Zähler auf Befestigungs- und Kontaktiereinheiten stecken und der Zählerplatz plombiert wird.
MessungZweirichtungszählerElektronischer Zähler, der Bezug aus dem Netz und Einspeisung ins Netz getrennt in zwei Registern erfasst.
Begriffe A–Z
#
A
- Ableseauftrag und AbrechnungsauftragAbleseauftrag und Abrechnungsauftrag sind die Arbeitsvorräte, mit denen SAP IS-U den Ablese- und Abrechnungsbetrieb steuert. Der Ableseauftrag entsteht je Zählwerk, der Abrechnungsauftrag je Vertrag. Beide entstehen gemeinsam, sobald eine Ablesung abrechnungsrelevant ist und ein gültiger Vertrag vorliegt.SAP
- AbleseturnusDer Ableseturnus legt fest, in welchen Abständen und zu welchen Terminen ein Zähler abgelesen wird. Der Messstellenbetreiber bestimmt ihn.Messwesen
- AbmeldungDie Abmeldung beendet die Zuordnung des bisherigen Lieferanten zu einer Marktlokation. Sie geht im GPKE-Prozess vom bisherigen Lieferanten aus, oder der Netzbetreiber stößt sie mit einer Abmeldeanfrage an, wenn ein neuer Lieferant angemeldet wurde.Prozesse
- AbrechnungsmengeDie Abrechnungsmenge ist die Energiemenge, die in die Rechnung eingeht. Sie entsteht aus der Differenz zweier Zählerstände, korrigiert um Wandlerfaktor und Zählwerkskonstante, bei Gas zusätzlich um Zustandszahl und Abrechnungsbrennwert, und wird dem Zeitraum und den Tarifzeiten zugeordnet.Abrechnung & Tarife
- AbrechnungssteuerungDie Abrechnungssteuerung legt fest, wann ein Vertrag in SAP IS-U abgerechnet wird. Der fachliche Abrechnungszeitraum kommt aus Vertrag und Turnus, der technische Lauftermin aus der Terminsteuerung.SAP
- AbrechnungszeitraumDer Abrechnungszeitraum ist der Zeitraum, für den der Lieferant den Verbrauch in Rechnung stellt. Die Rechnungsinhalte und die Abstände der Abrechnung regeln § 40 und § 40b EnWG.Abrechnung & Tarife
- AbschlagEin Abschlag ist eine regelmäßige Vorauszahlung des Kunden auf die Jahresabrechnung. Der Abschlagsplan entsteht aus der Prognose des Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem Tarif, und teilt den geschätzten Jahresbetrag auf eine feste Zahl von Zahlungen.Abrechnung & Tarife
- aFRRaFRR ist die automatisch aktivierte Regelreserve, früher Sekundärregelung genannt. Sie stellt die Frequenz nach einer Störung wieder her und löst die schneller wirkende FCR ab.Bilanzierung & Netz
- AggregationBei der Aggregation werden einzelne Messwerte und Profilwerte zu Summenzeitreihen zusammengefasst, etwa je Bilanzkreis und Bilanzierungsgebiet. Diese Zeitreihen sind Grundlage von Bilanzierung, Prognose und Abrechnung.Bilanzierung & Netz
- Anlage (Energierecht)Anlage ist im Energierecht kein einheitlicher Begriff. Das EEG bezeichnet jede Einrichtung zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien als Anlage, das EnWG kennt Erzeugungsanlage und Kundenanlage, § 14a EnWG regelt steuerbare Verbrauchseinrichtungen.Objekte & Lokationen
- Anlage (SAP IS-U)Die Anlage ist in SAP IS-U die technische Versorgungseinheit, an der Abrechnung ansetzt. Der Einbau verbindet sie mit der Verbrauchsstelle und dem Gerät. Der Vertrag ordnet sie einem Vertragskonto zu.SAP
- AnlagenbetreiberDer Anlagenbetreiber betreibt eine Erzeugungs- oder Speicheranlage und trägt die Pflichten aus EEG, Marktstammdatenregister und Netzanschluss. Bei Redispatch 2.0 nimmt er die Aufgaben des Einsatzverantwortlichen selbst wahr, wenn er keinen Dritten beauftragt.Marktrollen
- AnmeldungMit der Anmeldung meldet der neue Lieferant den Lieferbeginn für eine Marktlokation beim Netzbetreiber an. Der Netzbetreiber prüft sie und bestätigt oder lehnt sie mit einem Ablehnungsgrund ab.Prozesse
- AnreizregulierungARegVDie Anreizregulierung begrenzt die jährlich zulässigen Erlöse eines Netzbetreibers durch eine Erlösobergrenze. Diese wird zu Beginn einer mehrjährigen Regulierungsperiode aus verifizierten Kosten, einem Effizienzvergleich und kalkulatorischen Kapitalkosten bestimmt und in Netzentgelte umgerechnet.Recht & Regulierung
- AnschlussnehmerDer Anschlussnehmer ist der Eigentümer oder Erbbauberechtigte eines Grundstücks oder Gebäudes, das an das Netz angeschlossen ist. Er ist Vertragspartner des Netzbetreibers im Netzanschlussvertrag.Marktrollen
- AnschlussnutzerDer Anschlussnutzer nutzt einen Netzanschluss zur Entnahme von Energie, in der Regel als Letztverbraucher. Aus der Nutzung entsteht das Anschlussnutzungsverhältnis, das einen Lieferantenwechsel überdauert.Marktrollen
- AnschlussobjektDas Anschlussobjekt beschreibt in SAP Utilities normalerweise das Gebäude oder Grundstück als adressbezogenes technisches Objekt. Die Verbrauchsstelle (Premise) ist darin eine räumlich abgegrenzte Versorgungseinheit, zum Beispiel eine Wohnung oder ein Gewerbebereich.SAP
- AnwendungshandbuchAHBDas Anwendungshandbuch legt für einen Nachrichtentyp und einen Prüfidentifikator fest, welche Felder der Absender in einem konkreten Prozessfall angeben muss (Muss), darf (Kann) oder unter einer Bedingung angeben muss. Es setzt das Format der MIG auf den jeweiligen Anwendungsfall um.Nachrichten & Formate
- APERAKAPERAK ist die fachliche Rückmeldung zu einer Nachricht, die syntaktisch korrekt angekommen ist. Sie bestätigt die inhaltliche Verarbeitung oder meldet einen Fehler im Anwendungsfall.Nachrichten & Formate
- API-WebdienstEinige Prozesse der Marktkommunikation laufen zusätzlich zu EDIFACT als Aufruf eines API-Webdienstes mit JSON-Nutzdaten. Die Aufrufe werden über die Zertifikate der Smart-Metering-PKI abgesichert.Nachrichten & Formate
- ArbeitspreisDer Arbeitspreis ist der Preis je verbrauchter Energieeinheit, in der Regel je Kilowattstunde. Der Grundpreis ist ein fester Betrag je Zeitraum, unabhängig vom Verbrauch. Beide bilden den Energiepreis des Lieferanten.Abrechnung & Tarife
- Artikel-IDDie Artikel-ID kennzeichnet in der Strom-Marktkommunikation genau eine abrechenbare Leistungsposition des Netzbetreibers, etwa Wirkarbeit oder Grundpreis. Sie ist ein Code aus der Codeliste der Artikelnummern und Artikel-ID und kommt in INVOIC, PRICAT und UTILMD vor.Nachrichten & Formate
- AS4AS4 ist das Übertragungsprotokoll, über das die Marktpartner ihre Nachrichten in der Marktkommunikation austauschen. Die Zertifikate der Smart-Metering-PKI sichern den Austausch ab.Nachrichten & Formate
- AusfallarbeitAusfallarbeit ist die Energiemenge, die eine Anlage wegen einer Abregelung im Redispatch nicht erzeugen konnte, ermittelt je Viertelstunde. Sie wird bilanziell ausgeglichen, die Ausfallvergütung gleicht die finanzielle Seite aus.Bilanzierung & Netz
- AusgleichsenergieAusgleichsenergie ist die finanzielle Abrechnung der Abweichung eines Bilanzkreises zwischen seinen Einspeisungen und Fahrplänen einerseits und seinen Entnahmen andererseits. Die Abweichung wird dem Bilanzkreisverantwortlichen in Rechnung gestellt oder vergütet.Bilanzierung & Netz
B
- BatteriespeicherEin Batteriespeicher nimmt elektrische Energie auf, speichert sie chemisch und gibt sie später wieder ab. Er bezieht damit Strom und speist ihn ein, was im Messkonzept eigene Messpunkte für Ladung und Entladung braucht.Objekte & Lokationen
- BDEWDer BDEW ist der Branchenverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Er führt die Codenummerndatenbank der Marktpartner und betreibt die Plattform EDI@Energy für die Datenformate der Marktkommunikation.Recht & Regulierung
- BelegketteDie Belegkette beschreibt, wie aus dem Abrechnungsergebnis ein Faktura-Beleg, eine Forderung im Vertragskontokorrent und am Ende ein Hauptbuchbeleg werden. Die Belege bleiben über Referenzen verbunden.SAP
- BelieferungslückeEine Belieferungslücke entsteht, wenn das Zuordnungsende des bisherigen Lieferanten vor dem Zuordnungsbeginn des neuen liegt. Der Netzbetreiber erkennt sie an einem Zeitraum ohne Lieferantenzuordnung und ordnet diesen dem Ersatz- und Grundversorger zu.Prozesse
- Berechtigte StellenBerechtigte Stellen sind die Marktrollen, die nach dem Messstellenbetriebsgesetz Messwerte verarbeiten dürfen. § 49 MsbG nennt neun. Jede Rolle ist an feste Zwecke gebunden, und für die Daten gelten Löschfristen.Recht & Regulierung
- BeschlusskammerBeschlusskammern sind die entscheidenden Spruchkörper der Bundesnetzagentur. Ihre Beschlüsse tragen Aktenzeichen wie BK6-24-174, dem Beschluss zu GPKE, WiM und MaBiS.Recht & Regulierung
- BilanzierungDie Bilanzierung ordnet Energiemengen für definierte Zeitintervalle fachlich einem Bilanzkreis zu und aggregiert sie zu Bilanzkreissummen. Grundlage sind Messwerte, Profile und Fahrpläne.Bilanzierung & Netz
- BilanzierungsgebietEin Bilanzierungsgebiet ist eine virtuelle, für die Bilanzierung verwendete Abbildung eines oder mehrerer Netzgebiete innerhalb genau einer Regelzone. Wirtschaftlich verantwortlich ist ein Verteilnetzbetreiber.Bilanzierung & Netz
- BilanzkoordinatorBIKODer Bilanzkoordinator ist die Marktrolle der MaBiS, die die von den Netzbetreibern gemeldeten Zeitreihen je Bilanzierungsgebiet zusammenführt, prüft und ihren Datenstatus vergibt. Auf dieser Grundlage bildet er unter anderem die Netzbetreiber-Deltazeitreihe.Marktrollen
- BilanzkreisEin Bilanzkreis ist ein kaufmännisches Energiekonto, in dem Einspeisungen, Entnahmen und Fahrpläne saldiert werden. Der Bilanzkreisverantwortliche muss ihn viertelstundenscharf ausgleichen, Abweichungen werden als Ausgleichsenergie abgerechnet.Bilanzierung & Netz
- BilanzkreisabrechnungDie Bilanzkreisabrechnung stellt aus Fahrplänen, Messwerten und Regelenergie die Abweichung eines Bilanzkreises fest und rechnet sie als Ausgleichsenergie ab. Sie ist Sache des Übertragungsnetzbetreibers.Bilanzierung & Netz
- BilanzkreisverantwortlicherBKVDer Bilanzkreisverantwortliche führt einen Bilanzkreis und ist gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber dafür verantwortlich, dass dessen Einspeisungen und Entnahmen viertelstundenweise ausgeglichen sind. Er meldet Fahrpläne an und trägt die finanziellen Folgen von Abweichungen als Ausgleichsenergie.Marktrollen
- BilanzkreisvertragDer Bilanzkreisvertrag regelt zwischen Bilanzkreisverantwortlichem und Übertragungsnetzbetreiber, wie ein Bilanzkreis bewirtschaftet und abgerechnet wird. Er ist Voraussetzung für die Führung eines Bilanzkreises.Bilanzierung & Netz
- BilanzkreiszuordnungDie Bilanzkreiszuordnung weist eine Entnahmestelle oder Marktlokation einem Bilanzkreis zu. Sie ermöglicht die Belieferung, weil die Energiemengen nur so einem Bilanzkreis bilanziell zugerechnet werden.Bilanzierung & Netz
- Bisheriger LieferantLFALieferant altDer LFA ist der Lieferant, der einer Marktlokation bis zum Wechsel zugeordnet war. Er erhält vom Netzbetreiber die Abmeldeanfrage und kann die Kündigung oder Abmeldung im Rahmen der GPKE beantworten.Marktrollen
- BlindarbeitBlindarbeit ist der Energieanteil, der zwischen Erzeuger und Verbraucher pendelt und keine nutzbare Arbeit leistet. Sie wird in eigenen Registern erfasst und kann abgerechnet werden.Messwesen
- BrennwertDer Abrechnungsbrennwert gibt den Energiegehalt je Kubikmeter Gas an. Zusammen mit der Zustandszahl macht er aus dem gemessenen Betriebsvolumen die abrechenbare Energiemenge in Kilowattstunden.Abrechnung & Tarife
- BSIDas BSI ist die Bundesbehörde für Informationssicherheit. Im Messwesen gibt es die Technische Richtlinie BSI TR-03109 heraus, die Anforderungen an das Smart-Meter-Gateway und die Tarifanwendungsfälle beschreibt.Recht & Regulierung
- BundesnetzagenturBNetzADie Bundesnetzagentur ist die unabhängige Regulierungsbehörde für Elektrizität und Gas. Sie überwacht den diskriminierungsfreien Netzzugang, bestimmt Netzentgelte und Erlösobergrenzen nach den gesetzlichen Regeln und konkretisiert die Marktprozesse durch Festlegungen.Recht & Regulierung
C
- ClearingClearing bearbeitet Abweichungen sowie fehlende oder widersprüchliche Daten zwischen Marktpartnern, damit die Zuordnung von Energiemengen zu Bilanzkreisen belastbar wird.Prozesse
- CodelisteCodelisten enthalten die in der Marktkommunikation zulässigen Codes, zum Beispiel für Qualifier, Ablehnungsgründe oder Artikel-IDs. Ein Code gilt nur in dem Zeitraum und für die Nachrichtenversion, für die ihn die Liste vorsieht.Nachrichten & Formate
- COMDISCOMDIS ist die Nachricht, mit der ein Marktpartner die Ablehnung eines Dokuments zurückweist, das er selbst gesendet hat, etwa einer abgelehnten Rechnung oder eines abgelehnten Lieferscheins. Der Absender prüft die Ablehnung und bestätigt die Richtigkeit seines Dokuments.Nachrichten & Formate
- CONTRLCONTRL ist die technische Rückmeldung zu einer EDIFACT-Übertragung. Sie zeigt, ob die Datei angenommen und syntaktisch verarbeitet werden konnte, und nennt bei Fehlern die Fundstelle.Nachrichten & Formate
D
- DirektvermarkterDer Direktvermarkter verkauft den Strom von Erzeugungsanlagen, meist erneuerbaren, am Großhandelsmarkt und führt dafür einen Bilanzkreis oder nutzt den eines Dritten. Er übernimmt die Vermarktung für den Anlagenbetreiber.Marktrollen
- DrehstromzählerEin Drehstromzähler misst die Energie an einem dreiphasigen Wechselstromanschluss. Er ist der Standard in Haushalten mit Drehstromanschluss und bei größeren Verbrauchern.Gerät · Messwesen
- Dynamischer StromtarifBei einem dynamischen Stromtarif koppelt der Lieferant den Arbeitspreis an die Preisschwankungen der Spotmärkte. Das setzt ein intelligentes Messsystem und Zeitreihenwerte in der Auflösung der Marktintervalle voraus.Abrechnung & Tarife
E
- EDI@EnergyEDI@Energy ist die Plattform des BDEW, auf der die Formate der Marktkommunikation im deutschen Energiemarkt entwickelt und veröffentlicht werden. Dazu gehören Message Implementation Guides, Anwendungshandbücher, Codelisten und allgemeine Festlegungen.Nachrichten & Formate
- EDIFACTEDIFACT ist der internationale Standard für den elektronischen Austausch von Geschäftsdaten. In der deutschen Energiewirtschaft transportieren EDIFACT-Nachrichten wie UTILMD und MSCONS die Marktprozesse. Aufbau und Inhalt regeln die MIG und die AHB.Nachrichten & Formate
- EichrechtDas Eichrecht regelt, dass Messgeräte für den geschäftlichen Verkehr nur mit gültiger Eichung oder Konformitätsbewertung verwendet werden dürfen. Bei Elektrizitätszählern läuft eine Eichfrist, nach der das Gerät ausgetauscht oder nachgeeicht werden muss.Messwesen
- EinsatzverantwortlicherEIVDer Einsatzverantwortliche ist die Marktrolle im Redispatch 2.0, die den Einsatz einer Anlage plant und Abrufe des Netzbetreibers umsetzt. Er meldet Verfügbarkeiten, Einschränkungen und Prognosen und steuert die Anlage im Aufforderungsfall.Marktrollen
- Einzug und AuszugBei Ein- und Auszug ändert sich die Person, die an einer Entnahmestelle Energie nutzt. Marktprozessual entsteht daraus ein Lieferende an der einen und ein Lieferbeginn an der anderen Stelle, je nach Lage mit oder ohne Lieferantenwechsel.Prozesse
- EnergiedatenmanagementEDMDas Energiedatenmanagement ordnet Messwerte zeitlich ein, prüft sie, kennzeichnet sie mit einem Wertestatus und historisiert sie als Zeitreihe. Daraus entstehen aggregierte Energiemengen für Abrechnung, Bilanzierung und Prognose.SAP
- EnergiemanagementsystemHEMSHome Energy Management SystemEin Energiemanagementsystem koordiniert im Gebäude Erzeuger, Speicher und Verbraucher wie Wärmepumpe und Wallbox. Bei der Steuerung nach § 14a EnWG kann es die Vorgaben, die über Smart-Meter-Gateway und Steuerbox ankommen, an die Anlagen weitergeben.Messwesen
- EnergieserviceanbieterESADer Energieserviceanbieter fragt im Auftrag des Anschlussnutzers Messwerte beim Messstellenbetreiber ab und bietet darauf aufbauend Dienstleistungen an, etwa Verbrauchsanalysen. Er darf nur die Daten erhalten, für die der Anschlussnutzer ihn berechtigt hat.Marktrollen
- EnergiesharingBeim Energiesharing nutzen Betreiber einer Erzeugungsanlage und Abnehmer den erzeugten Strom gemeinsam nach § 42c EnWG. Zählerstände an Anlage und Verbrauchsstellen werden getrennt erfasst und über einen Aufteilungsschlüssel zugeordnet.Messwesen
- EnergiewirtschaftsgesetzEnWGDas EnWG ist das energiewirtschaftliche Rahmengesetz. Es regelt unter anderem Aufgaben und Pflichten von Netzbetreibern, Messstellenbetreibern und Lieferanten, Netzanschluss und Netzzugang, Grund- und Ersatzversorgung und den beschleunigten Lieferantenwechsel.Recht & Regulierung
- EngpassmanagementBeim Engpassmanagement erkennt ein Netzbetreiber lokale Netzengpässe und behebt sie durch Maßnahmen wie Redispatch oder die netzorientierte Steuerung nach § 14a EnWG. Die Ausgleichsansprüche der betroffenen Anlagen ergeben sich aus dem Gesetz.Bilanzierung & Netz
- EntnahmestelleDie Entnahmestelle ist die Stelle im Netz, an der ein Letztverbraucher Energie entnimmt. In der Marktkommunikation ist sie über die Marktlokation abgebildet.Objekte & Lokationen
- EntscheidungsbaumdiagrammEBDEin Entscheidungsbaumdiagramm beschreibt als Prüfabfolge, nach welchen Bedingungen ein Empfänger eine Nachricht annimmt oder mit einem bestimmten Code ablehnt. Es macht die Fachlogik der Ablehnungsgründe prüfbar.Nachrichten & Formate
- Erneuerbare-Energien-GesetzEEGDas EEG regelt die Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien und den vorrangigen Netzanschluss solcher Anlagen. Es bezeichnet jede Einrichtung zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien als Anlage.Recht & Regulierung
- ErsatzversorgungDie Ersatzversorgung ist die Energieversorgung eines Letztverbrauchers durch den Grundversorger, wenn an einer Entnahmestelle Energie ohne bestehenden Liefervertrag entnommen wird. Sie entsteht ohne Vertragsschluss und ist zeitlich begrenzt.Prozesse
- ErsatzwertEin Ersatzwert ersetzt einen fehlenden oder als unplausibel erkannten Messwert. Der Messstellenbetreiber oder Netzbetreiber bildet ihn nach einem festgelegten Verfahren und kennzeichnet ihn im Status als ersetzt.Messwesen
F
- FahrplanEin Fahrplan ist die Meldung des Bilanzkreisverantwortlichen an den Übertragungsnetzbetreiber über Handelsgeschäfte und geplante Erzeugung und Verbrauch im Bilanzkreis. Änderungen sind nur innerhalb bestimmter Fristen möglich, nach dem Liefertag werden die Fahrpläne mit den Ist-Mengen abgeglichen.Bilanzierung & Netz
- FakturierungDie Fakturierung erzeugt in SAP IS-U aus Abrechnungsbelegen die Rechnung. Dazu gehören Fakturierungseinheit, Gruppierung, Kontenfindung für Forderung und Erlös, Steuer, Abschlagsverrechnung, Rechnungsdatum, Fälligkeit und Rechnungsausgabe.SAP
- FCRFCR ist die schnellste Regelreserve, früher Primärregelung genannt. Sie begrenzt eine Frequenzabweichung, bevor die nachfolgenden Reserven sie zurückführen.Bilanzierung & Netz
- Ferraris-ZählerEin Ferraris-Zähler ist ein elektromechanischer Zähler, dessen Läuferscheibe sich im Magnetfeld dreht und ein mechanisches Zählwerk antreibt. Die moderne Messeinrichtung ersetzt ihn durch ein elektronisches Messgerät.Gerät · Messwesen
- FestlegungEine Festlegung der Bundesnetzagentur schafft einheitliche, verbindliche Bedingungen für den im Tenor genannten Kreis von Verpflichteten und konkretisiert gesetzliche Ermächtigungen. GPKE, WiM und MaBiS sind Festlegungen.Recht & Regulierung
G
- Gateway-AdministratorGWADer Gateway-Administrator verantwortet den technischen Betrieb des intelligenten Messsystems. Er installiert, konfiguriert, überwacht und wartet das Smart-Meter-Gateway und verwaltet Zertifikate und Firmware.Messwesen
- GeLi GasGeLi Gas sind die von der Bundesnetzagentur festgelegten Geschäftsprozesse für den Lieferantenwechsel in der Sparte Gas. Sie legen fest, wie Lieferanten und Netzbetreiber Anmeldung, Abmeldung und Stammdaten austauschen.Prozesse
- Gerät (SAP IS-U)Ein Gerät ist in SAP IS-U ein konkretes Messgerät mit eigener Stammdatenführung. Die Geräteinstallation ordnet es zeitabhängig einer Gerätestelle zu, beschreibt seine Register und stellt die Beziehung zu Installation, Verbrauchsstelle und Messlokation her.SAP
- GerätewechselBeim Gerätewechsel baut der Messstellenbetreiber eine Messeinrichtung aus und eine andere ein. Die Zählerstände zum Wechselzeitpunkt trennen die Mengen von altem und neuem Gerät.Prozesse
- GeschäftspartnerDer Geschäftspartner ist in SAP IS-U die Stammdatenfigur für eine Person, eine Organisation oder eine Gruppe. Erst Rolle, Adresse, Beziehungen und der Bezug zu Vertragskonto und Vertrag machen aus ihm einen Kunden im fachlichen Sinn.SAP
- GPKEDie GPKE ist die Festlegung der Bundesnetzagentur, die die Prozesse zwischen Lieferanten, Netzbetreibern und Messstellenbetreibern bei der Belieferung von Strom-Letztverbrauchern regelt. Dazu gehören Lieferbeginn, Lieferende, Lieferantenwechsel, Ersatz- und Grundversorgung und Stammdatenänderungen.Prozesse
- GrundversorgerDer Grundversorger ist der Lieferant, der in einem Netzgebiet die meisten Haushaltskunden beliefert und deshalb Haushaltskunden ohne anderen Liefervertrag zu allgemeinen Bedingungen und Preisen versorgen muss. Die Grundversorgung ist in EnWG und StromGVV geregelt.Marktrollen
- GrundversorgungDie Grundversorgung ist die Versorgung von Haushaltskunden durch den Grundversorger zu öffentlich bekannt gegebenen Bedingungen und Preisen. Sie folgt aus EnWG und StromGVV und besteht, solange kein anderer Liefervertrag gilt.Prozesse
- Grundzuständiger MessstellenbetreibergMSBDer grundzuständige Messstellenbetreiber übernimmt den Messstellenbetrieb an allen Messstellen seines Netzgebiets, für die kein Dritter den Betrieb übernommen hat. Das ist in der Regel der Netzbetreiber.Marktrollen
H
- HAN-SchnittstelleHANHome Area NetworkDie HAN-Schnittstelle ist das lokale Netz am Smart-Meter-Gateway. Über HAN-CON liest die anschlussnutzende Person eigene Messwerte, über HAN-CLS werden steuerbare Geräte sicher angebunden.Gerät · Messwesen
- HochrechnungDie Hochrechnung ermittelt den Verbrauch für einen Abrechnungszeitraum, wenn keine vollständige Ablesung vorliegt. Sie rechnet aus vorhandenen Werten auf den Zeitraum hoch.Abrechnung & Tarife
I
- IDocEin IDoc ist in SAP ein strukturierter Nachrichtencontainer für asynchrone Datenübertragung. Er enthält Nutzdaten und Steuerinformationen zu Partner, Richtung und Verarbeitungsstatus.SAP
- IFTSTAIFTSTA meldet den Status eines laufenden Geschäftsvorgangs, zum Beispiel den Bearbeitungsstand eines Auftrags. Sie ist eine Statusmitteilung zu einem Prozess.Nachrichten & Formate
- INSRPTINSRPT ist der Nachrichtentyp für Störungsmeldung, Informationsmeldung und Ergebnisbericht im Messwesen. Störungsmeldung, Bestätigung, Ablehnung und Ergebnisbericht laufen über eigene Prüfidentifikatoren.Nachrichten & Formate
- Intelligentes MesssystemiMSysEin intelligentes Messsystem besteht aus einer modernen Messeinrichtung und einem Smart-Meter-Gateway und erfüllt die gesetzlichen Sicherheits- und Funktionsanforderungen. Es kann Messwerte sicher übermitteln und Steuerbefehle weitergeben.Gerät · Messwesen
- INVOICINVOIC ist der EDIFACT-Nachrichtentyp für Rechnungen in der Marktkommunikation, zum Beispiel für die Netznutzungsabrechnung des Netzbetreibers an den Lieferanten oder die Rechnung des Messstellenbetreibers.Nachrichten & Formate
J
- JahresabrechnungDie Jahresabrechnung bildet aus Messwerten, Preisen und Vertragsdaten die Rechnung für den Abrechnungszeitraum und verrechnet die geleisteten Abschläge. Ergebnis ist eine Nachzahlung oder ein Guthaben.Abrechnung & Tarife
- JahresverbrauchDer Jahresverbrauch ist die Energiemenge, die eine Entnahmestelle in einem Jahr verbraucht. Die Prognose des Jahresverbrauchs ist Grundlage von Abschlagsplan und Standardlastprofil-Skalierung.Abrechnung & Tarife
K
- KlärfallEin Klärfall entsteht, wenn ein Marktprozess nach einer Rückmeldung nicht eindeutig oder nicht automatisiert abgeschlossen werden kann. Die Beteiligten klären Sachverhalt, Zuständigkeit und nächsten Schritt und schließen den Vorgang nachvollziehbar ab.Prozesse
- KonzessionsabgabeDie Konzessionsabgabe zahlt das Energieversorgungsunternehmen an die Gemeinde, die ihm das Wegerecht eingeräumt hat. Die Höchstsätze regelt die Konzessionsabgabenverordnung, wirtschaftlich trägt sie der Letztverbraucher über seine Energierechnung.Abrechnung & Tarife
- Kraft-Wärme-KopplungsgesetzKWKGDas KWKG bezuschusst Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung. Die Förderbedingungen hängen vom Inbetriebnahmejahr der Anlage ab, der Anlagenbetreiber muss bestimmte Meldungen leisten.Recht & Regulierung
- KundenanlageEine Kundenanlage ist im EnWG eine Energieanlage zur Abgabe von Energie, die auf einem räumlich zusammengehörenden Gebiet liegt und nicht als Netz der allgemeinen Versorgung gilt. Ihr Betreiber ist damit kein Netzbetreiber.Objekte & Lokationen
L
- LastgangEin Lastgang ist die Zeitreihe der Leistungsmittelwerte einer Messlokation, im Strommarkt in der Regel je Viertelstunde. Er zeigt, wann und mit welcher Leistung Energie bezogen oder eingespeist wird.Messwesen
- LastprognoseDie Lastprognose schätzt den Stromverbrauch eines Bilanzkreises oder Kundenkollektivs für kommende Zeiträume. Lieferanten und Bilanzkreisverantwortliche leiten daraus ihre Fahrpläne ab.Bilanzierung & Netz
- LetztverbraucherLetztverbraucher sind natürliche oder juristische Personen, die Energie für den eigenen Verbrauch kaufen. Sie sind Vertragspartner des Lieferanten.Marktrollen
- LieferantLFDer Lieferant beliefert Letztverbraucher mit Energie, schließt den Liefervertrag und rechnet ihn ab. In der Marktkommunikation ordnet er sich einer Marktlokation zu, meldet Lieferbeginn und Lieferende und ordnet die Mengen seinem Bilanzkreis zu.Marktrollen
- LieferantenrahmenvertragLRVDer Lieferantenrahmenvertrag ist die Form des Netznutzungsvertrags, den ein Lieferant mit dem Netzbetreiber schließt. Er bezieht sich auf keine einzelne Marktlokation, sondern ermöglicht die Netznutzung für viele Kunden des Lieferanten.Recht & Regulierung
- LieferantenwechselBeim Lieferantenwechsel ordnet der Netzbetreiber eine Marktlokation einem neuen Lieferanten zu und beendet die Zuordnung des bisherigen. Der neue Lieferant meldet den Lieferbeginn an und kündigt beim bisherigen Lieferanten, der Netzbetreiber prüft und bestätigt.Prozesse
- Lieferantenwechsel in 24 StundenLFW24LFW24 bezeichnet den beschleunigten werktäglichen Lieferantenwechsel, bei dem der technische Vorgang binnen 24 Stunden abgeschlossen wird. Die GPKE setzt ihn seit dem 6. Juni 2025 um, § 20a EnWG verlangt ihn ab dem 1. Januar 2026.Prozesse
- LieferbeginnDer Lieferbeginn ist der Zeitpunkt, ab dem ein Lieferant einer Marktlokation zugeordnet ist und sie beliefert. Im Marktprozess wird er mit der Anmeldung gemeldet und vom Netzbetreiber bestätigt.Prozesse
- LieferendeDas Lieferende ist der Zeitpunkt, an dem die Zuordnung eines Lieferanten zu einer Marktlokation endet. Es folgt aus Kündigung, Abmeldung oder dem Beginn der Zuordnung eines anderen Lieferanten.Prozesse
- Lokales metrologisches NetzLMNLocal Metrological NetworkDas LMN ist die Anbindung der Messeinrichtungen an das Smart-Meter-Gateway. Es ist die Zählerseite des Gateways.Messwesen
- LokationsbündelEin Lokationsbündel fasst die Markt-, Mess- und Netzlokationen samt Ressourcen zusammen, die an einer Anschlusssituation messtechnisch zusammengehören. Die Lokationsbündelstruktur beschreibt ihre physikalischen Beziehungen und wird als Code über die UTILMD ausgetauscht.Objekte & Lokationen
M
- MaBiSDie MaBiS sind die Festlegung der Bundesnetzagentur zur Bilanzkreisabrechnung im Strommarkt. Sie regeln, wie Netzbetreiber, Bilanzkreisverantwortliche und Übertragungsnetzbetreiber Zeitreihen, Fahrpläne und Daten austauschen und wie Abweichungen abgerechnet werden.Prozesse
- MaBiS-HubDer MaBiS-Hub ist das Vorhaben der Bundesnetzagentur, Aggregation und Bilanzkreisabrechnung im Strommarkt neu zu ordnen. Das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen BK6-24-210.Bilanzierung & Netz
- MahnwesenDas Mahnwesen verfolgt offene Forderungen des Versorgers und regelt, wann Zahlungsverzug eintritt und unter welchen Bedingungen die Versorgung gesperrt werden darf.Abrechnung & Tarife
- MarktlokationMaLoDie Marktlokation ist der kaufmännisch-bilanzielle Ort, an dem Energie als eine Einheit beliefert und bilanziert wird. Sie trägt eine elfstellige numerische MaLo-ID mit Prüfziffer, die der Netzbetreiber vergibt.Objekte & Lokationen
- MarktpartnerMarktpartner sind die Unternehmen, die in ihrer Marktrolle am standardisierten Nachrichtenaustausch teilnehmen. Sie identifizieren sich über eine MP-ID, im Strommarkt über die BDEW-Codenummer.Marktrollen
- Marktpartner-IdentifikationsnummerMP-IDDie MP-ID identifiziert einen Marktpartner in seiner Marktrolle im Nachrichtenaustausch. Im Strommarkt ist es die BDEW-Codenummer, im Gasmarkt die DVGW-Codenummer.Nachrichten & Formate
- MarktrolleEine Marktrolle beschreibt eine fachliche Verantwortung in den Marktprozessen, zum Beispiel Lieferant, Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber. Die Prozessfestlegungen legen für jeden Schritt fest, welche Rolle ihn ausführt.Marktrollen
- MarktstammdatenregisterMaStRDas Marktstammdatenregister ist das zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten, das die Bundesnetzagentur betreibt. Anlagenbetreiber und Marktakteure müssen sich dort registrieren.Recht & Regulierung
- Mehr- und MindermengenMehr- und Mindermengen sind die Differenzen zwischen der tatsächlich ermittelten Arbeit und der über Standardlastprofile prognostizierten Arbeit. Sie werden nach dem Lieferjahr zwischen Netzbetreiber und Lieferant abgegrenzt.Bilanzierung & Netz
- Message Implementation GuideMIGDer Message Implementation Guide beschreibt die Struktur eines EDIFACT-Nachrichtentyps: welche Segmente und Segmentgruppen in welcher Reihenfolge vorkommen, wie oft sie auftreten dürfen und welche Datenelemente sie tragen.Nachrichten & Formate
- MessinstanzEine Messinstanz ist in SAP Intelligent Metering das Objekt, das festhält, welche Tarifanwendungsfälle mit welchen Parametern für eine bestimmte Anlage und ein bestimmtes Gerät gelten und welche Aktionen dafür gelaufen sind.SAP
- MessintervallDas Messintervall ist die zeitliche Auflösung, in der Messwerte erfasst und übermittelt werden, zum Beispiel eine Viertelstunde. Der Lieferant bestellt es beim Messstellenbetreiber.Messwesen
- MesskonzeptEin Messkonzept beschreibt, wie an einem Netzanschluss Bezug, Einspeisung, Erzeugung und weitere Größen mit Messlokationen und Zählern erfasst werden. Es legt fest, wie Marktlokationen, Messlokationen und Anlagen zusammenhängen.Messwesen
- MesslokationMeLoDie Messlokation ist der technische Ort, an dem Energie messtechnisch erfasst wird, und der Bezugspunkt des Messstellenbetriebs. Ihre Messlokations-ID ist 33-stellig.Objekte & Lokationen
- MessrichtungDie Messrichtung unterscheidet, ob Energie aus dem Netz bezogen oder ins Netz eingespeist wird. Sie wird als Wirkarbeit übermittelt und in getrennten Zählwerken oder Zeitreihen geführt.Messwesen
- MessstellenbetreiberMSBDer Messstellenbetreiber baut Messeinrichtungen und Messsysteme ein, betreibt und wartet sie, ermittelt die Messwerte und übermittelt sie an die berechtigten Marktpartner. Die Aufgaben regelt das Messstellenbetriebsgesetz.Marktrollen
- MessstellenbetriebsgesetzMsbGDas MsbG regelt den Messstellenbetrieb, den Smart-Meter-Rollout, die Datenkommunikation, Auswahlrechte und Kosten. Es ist ein Gesetz und kein technischer Standard.Recht & Regulierung
- MessstellenvertragDer Messstellenvertrag regelt den Messstellenbetrieb zwischen Messstellenbetreiber und Anschlussnutzer, Anschlussnehmer oder Lieferant. Das Messstellenbetriebsgesetz verlangt vier Messstellenverträge nebeneinander.Recht & Regulierung
- MesswandlerMesswandler setzen hohe Ströme oder Spannungen auf kleine, messbare Sekundärwerte herunter. Der Zähler erfasst die Sekundärwerte, der Umrechnungsfaktor macht daraus die Primärwerte.Gerät · Messwesen
- MesswertstatusDer Messwertstatus sagt, wie ein Messwert entstanden ist und wie belastbar er ist: wahrer Wert, vorläufiger Wert oder Ersatzwert. Er steuert die Weiterverarbeitung in Bilanzierung und Abrechnung.Messwesen
- mFRRmFRR ist die manuell abgerufene Regelreserve, früher Minutenreserve genannt. Sie löst die aFRR bei länger andauernden Abweichungen ab.Bilanzierung & Netz
- Moderne MesseinrichtungmMEEine moderne Messeinrichtung ist ein digitaler Stromzähler mit elektronischem Messwerk und lokaler Anzeige, die mindestens den Elektrizitätsverbrauch und die Nutzungszeit zeigt. Allein kann sie nicht fernausgelesen werden.Gerät · Messwesen
- MomentanreserveDie Momentanreserve entsteht physikalisch aus der Schwungmasse rotierender Generatoren und bremst den Frequenzabfall nach einem Ungleichgewicht. Bei sinkender Systemträgheit steigt der Frequenzgradient.Bilanzierung & Netz
- MSCONSMSCONS ist der EDIFACT-Nachrichtentyp, mit dem Messwerte übermittelt werden, etwa Lastgänge, Zählerstände und Zählerstandsgänge. Eine Nachricht verbindet Marktobjekt, Messgröße, Zeitraum, Wert und Status.Nachrichten & Formate
N
- NachtspeicherheizungEine Nachtspeicherheizung lädt zu Schwachlastzeiten, meist nachts, elektrisch Wärme in einen Speicherkern und gibt sie tagsüber ab. Sie wird traditionell über einen Rundsteuerempfänger und ein eigenes Zählwerk geschaltet.Gerät · Objekte & Lokationen
- NetzanschlussDer Netzanschluss ist die physische Verbindung einer Anlage oder eines Gebäudes mit dem Netz des Netzbetreibers. Er wird über einen Netzanschlussvertrag oder ein Netzanschlussverhältnis geregelt.Objekte & Lokationen
- NetzanschlussbegehrenEin Netzanschlussbegehren ist die strukturierte Anfrage eines Anschlussnehmers oder Anlagenbetreibers an den Netzbetreiber, einen neuen oder geänderten Netzanschluss herzustellen. Der Netzbetreiber prüft, wo und unter welchen technischen Bedingungen die Anlage angeschlossen werden kann.Recht & Regulierung
- NetzanschlussvertragDer Netzanschlussvertrag regelt den physischen Anschluss eines Grundstücks oder Gebäudes an das Netz. Aus der tatsächlichen Nutzung des Anschlusses entsteht das Anschlussnutzungsverhältnis.Recht & Regulierung
- NetzbetreiberNBDer Netzbetreiber betreibt ein Energieversorgungsnetz und gewährt Netzzugang. In der Marktkommunikation vergibt er die Marktlokations-IDs, prüft Anmeldungen der Lieferanten, ordnet Marktlokationen im Netz zu und bildet die Zeitreihen für die Bilanzierung.Marktrollen
- NetzbetreiberwechselBeim Netzbetreiberwechsel geht die Netzverantwortung für Markt- und Messlokationen von einem auf einen anderen Netzbetreiber über, zum Beispiel nach einer Konzessionsvergabe. Die Marktkommunikation verlagert die Zuordnungen und Stammdaten entsprechend.Prozesse
- NetzebeneDie Netzebene beschreibt den elektrischen Anschluss im Netz. Die StromNEV unterscheidet Höchst-, Hoch-, Mittel- und Niederspannung, dazwischen liegen die Umspannebenen.Bilanzierung & Netz
- NetzentgeltDas Netzentgelt finanziert Bau, Betrieb und Instandhaltung der Netze. Der Netzbetreiber stellt es dem Lieferanten in Rechnung, der es in den Endkundenpreis einpreist. Die Höhe folgt aus den zulässigen Erlösen des Netzbetreibers.Bilanzierung & Netz
- NetzentwicklungsplanNEPDer Netzentwicklungsplan Strom ist das bundesweite Planungsinstrument für den erforderlichen Ausbau des Übertragungsnetzes. Die Übertragungsnetzbetreiber berechnen darin nötige Maßnahmen, die Bundesnetzagentur prüft den Entwurf, beteiligt die Öffentlichkeit und bestätigt den Plan.Recht & Regulierung
- NetzlokationNeLoDie Netzlokation ist der Punkt der Netztopologie, an dem eine oder mehrere Marktlokationen über eine Leitung an das Netz angebunden sind. Sie klammert diese Marktlokationen zusammen.Objekte & Lokationen
- NetznutzungsabrechnungDie Netznutzungsabrechnung ist die Rechnung des Netzbetreibers an den Lieferanten über Energiemengen und Netzentgelte im Lieferantenmodell. Sie läuft als INVOIC, der Lieferant antwortet mit REMADV.Abrechnung & Tarife
- NetznutzungsvertragNNVDer Netznutzungsvertrag ist die vertragliche Grundlage dafür, dass ein Netznutzer das Stromnetz zur Entnahme oder Einspeisung nutzen darf. Der Netzbetreiber stellt den Netzzugang diskriminierungsfrei bereit, der Netznutzer zahlt die Entgelte und erfüllt die vereinbarten Pflichten.Recht & Regulierung
- NetzzeitreiheDie Netzzeitreihe bildet der Netzbetreiber aus Messwerten, Hochrechnung und Standardlastprofilen für sein Netz. Verlust- und Differenzzeitreihe ergeben sich daraus und gehen in die Summenzeitreihen der Bilanzkreisabrechnung ein.Bilanzierung & Netz
- NetzzustandsdatenNetzzustandsdaten beschreiben den technischen Zustand des Netzes, etwa Spannungswerte, und werden über bestimmte Tarifanwendungsfälle des Smart-Meter-Gateways erhoben. Sie sind von abrechnungsrelevanten Messwerten getrennt.Messwesen
- Neuer LieferantLFNLieferant neuDer LFN ist der Lieferant, der eine Marktlokation künftig beliefern will. Er meldet den Lieferbeginn beim Netzbetreiber an und sendet bei einem Wechsel die Kündigung an den bisherigen Lieferanten.Marktrollen
- NiederspannungsanschlussverordnungNAVDie NAV regelt Anschluss und Anschlussnutzung im Niederspannungsnetz, unter anderem die Form eines Netzanschlussbegehrens und die Pflichten von Netzbetreiber und Anschlussnehmer.Recht & Regulierung
O
- OBIS-KennzahlOBISDie OBIS-Kennzahl benennt jede Messgröße im Zähler und in der Marktkommunikation mit einem festen Zifferncode im Aufbau A-B:C.D.E*F. Aus dem Code lassen sich Medium, Messgröße, Messart, Tarif und Zeitbezug ablesen.Messwesen
- ORDCHGORDCHG storniert eine bereits ausgelöste Bestellung. Sie gehört mit ORDERS und ORDRSP zu den Nachrichten der Bestell- und Antwortseite der Marktkommunikation.Nachrichten & Formate
- ORDERSORDERS transportiert Aufträge und Anforderungen, etwa die Anforderung von Stammdaten oder Messwerten, und wird in WiM- und MaBiS-Prozessen verwendet. Auf ORDERS antwortet der Empfänger mit ORDRSP.Nachrichten & Formate
- ORDRSPORDRSP ist die Antwort auf eine Bestellung oder Anforderung. Der Empfänger bestätigt den Vorgang oder lehnt ihn ab. Welcher Schritt gemeint ist, legt der Prüfidentifikator fest.Nachrichten & Formate
P
- PflichteinbauDer Pflichteinbau beschreibt die gesetzliche Pflicht des Messstellenbetreibers, bei bestimmten Anschlüssen intelligente Messsysteme einzubauen. Maßgeblich sind Verbrauch, installierte Erzeugungsleistung und steuerbare Verbrauchseinrichtungen.Messwesen
- PlausibilisierungBei der Plausibilisierung prüft der Messstellenbetreiber, ob Messwerte plausibel und vollständig sind. Auffällige oder fehlende Werte werden überbrückt, durch Ersatzwerte ersetzt oder später durch wahre Werte korrigiert.Messwesen
- PreisänderungEine Preisänderung ändert die Preise eines laufenden Liefervertrags. Sie muss stichtagsgenau abgegrenzt sein, damit die Mengen dem richtigen Preis zugeordnet werden.Abrechnung & Tarife
- PRICATPRICAT überträgt Preisblätter in der Marktkommunikation, zum Beispiel das Preisblatt des Messstellenbetreibers. Die Preispositionen tragen Artikel-IDs, die später in Bestellung und Rechnung wieder auftauchen.Nachrichten & Formate
- ProfilverwaltungEin Profil besteht in SAP aus dem Profilkopf mit Intervalllänge, Mengenart, Einheit und Gültigkeit und der Profilwerttabelle mit den Zeitreihenwerten. Zuordnung und Skalierung machen daraus eine abrechenbare Menge.SAP
- ProzessdokumentEin Prozessdokument ist in SAP der Behälter für einen Marktvorgang. Es hält fest, welcher Marktprozess läuft, welche Marktpartner und Objekte beteiligt sind und welche Nachrichten ausgetauscht wurden.SAP
- PrüfidentifikatorPrüfiDer Prüfidentifikator ist eine fachliche Kennung, die einen konkreten Anwendungsfall innerhalb eines Nachrichtentyps bezeichnet. Er sagt einem System, nach welchem Abschnitt des AHB es die Nachricht prüfen und verarbeiten soll.Nachrichten & Formate
- PV-WechselrichterDer PV-Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Photovoltaikmodule in netzkonformen Wechselstrom um und speist ihn ein. Die Erzeugungseinheit dahinter ist eine technische Ressource.Gerät · Objekte & Lokationen
Q
- QualifierEin Qualifier ist ein Code in einem EDIFACT-Segment, der die Bedeutung eines Datenelements bestimmt. Bei MSCONS unterscheiden Qualifier zum Beispiel, welche Art von Wert übermittelt wird.Nachrichten & Formate
- QUOTESQUOTES liefert das Angebot zu einer Angebotsanfrage (REQOTE) oder lehnt die Anfrage ab. Erst eine anschließende ORDERS-Bestellung nimmt das Angebot an.Nachrichten & Formate
R
- RedispatchRedispatch ist der Eingriff von Netzbetreibern in die geplante Einspeisung von Anlagen, um Netzengpässe zu vermeiden oder zu beseitigen. Eine Anlage speist weniger ein, eine andere an anderer Stelle mehr.Bilanzierung & Netz
- Redispatch 2.0Redispatch 2.0 ist das seit dem 1. Oktober 2021 geltende Verfahren, mit dem Netzbetreiber Netzengpässe durch Anpassung der Einspeisung von Erzeugungsanlagen und Speichern beheben. Es bezieht erneuerbare Anlagen ein und arbeitet mit technischen und steuerbaren Ressourcen, Einsatzverantwortlichem und bilanziellem Ausgleich.Prozesse
- RegelenergieRegelenergie ist die Energie, die Übertragungsnetzbetreiber einsetzen, um kurzfristige Abweichungen zwischen Erzeugung und Verbrauch auszugleichen und die Netzfrequenz nahe 50 Hertz zu halten. Es gibt drei Qualitäten: FCR, aFRR und mFRR.Bilanzierung & Netz
- RegelzoneEine Regelzone ist der räumliche Verantwortungsbereich eines Übertragungsnetzbetreibers für die Systembilanz und die Beschaffung und Aktivierung von Regelreserve.Bilanzierung & Netz
- RegisterEin Register ist in SAP IS-U der einzelne Messkanal eines Geräts. Es trägt Messgröße, Messrichtung, Einheit, Nachkommastellen, Tarifstufe und eine Kennung.SAP
- Registrierende LeistungsmessungRLMDie RLM erfasst die Leistung einer Marktlokation fortlaufend in festen Intervallen, im Strommarkt in Viertelstunden, und liefert daraus einen Lastgang. Sie kommt bei Entnahmen mit hohem Jahresverbrauch zum Einsatz.Messwesen
- REMADVREMADV ist das Zahlungsavis der Marktkommunikation. Sie bestätigt eine INVOIC oder weist sie ab und löst beim Rechnungssteller Buchungen und gegebenenfalls Klärungen aus.Nachrichten & Formate
- RundsteuerempfängerEin Rundsteuerempfänger empfängt Tonfrequenzsignale, die der Netzbetreiber dem Netz aufprägt, und schaltet danach Lasten oder Tarifumschaltungen. Er steuert seit Jahrzehnten Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen.Gerät · Messwesen
- RundsteuerungBei der Rundsteuerung prägt der Netzbetreiber dem Netz Tonfrequenzsignale auf, die Rundsteuerempfänger auswerten und in Schaltbefehle umsetzen. Sie steuert seit Jahrzehnten Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen und schaltet Tarifumschaltungen.Messwesen
S
- SAP IS-UIS-UIndustry Solution UtilitiesSAP IS-U ist die Branchenlösung von SAP für Energie- und Wasserversorger. Sie deckt Stammdaten, Geräteverwaltung, Ablesung, Abrechnung und Marktkommunikation ab und arbeitet mit FI-CA als Forderungsbuchhaltung zusammen.SAP
- SchnittstellenmonitoringSchnittstellenmonitoring überwacht Integrationskanäle wie IDocs in SAP Utilities. Es beantwortet, ob die technische Übertragung angekommen ist und ob die Anwendung die fachliche Nachricht verarbeiten konnte.SAP
- SchwarzstartSchwarzstartfähigkeit ist die Fähigkeit einer Anlage, ohne Netzspannung hochzufahren. Sie erlaubt den Übertragungsnetzbetreibern, nach einem großflächigen Stromausfall das Netz schrittweise wieder aufzubauen.Bilanzierung & Netz
- SegmentEin Segment ist die kleinste zusammenhängende Einheit einer EDIFACT-Nachricht und besteht aus Datenelementen. Wiederholbare Segmentgruppen fassen zusammengehörende Segmente zusammen, die ein Leitsegment einleitet. UNH und UNT klammern die einzelne Nachricht.Nachrichten & Formate
- Smart-Meter-GatewaySMGWDas Smart-Meter-Gateway ist die Kommunikationseinheit eines intelligenten Messsystems. Es empfängt Werte der Messeinrichtung, verarbeitet sie sicher, stellt sie berechtigten Empfängern bereit und vermittelt Steuerbefehle.Gerät · Messwesen
- Smart-Metering-PKISM-PKIDie Smart-Metering-PKI ist die Public-Key-Infrastruktur, die Zertifikate für Smart-Meter-Gateways und Marktpartner ausstellt. Marktpartner nutzen ihre Zertifikate auch, um den Nachrichtenaustausch über AS4 und API-Webdienste abzusichern.Nachrichten & Formate
- SperrungBei der Sperrung unterbricht der Netzbetreiber auf Anweisung des Lieferanten die Anschlussnutzung, etwa bei Zahlungsverzug des Kunden. Die Wiederinbetriebnahme hebt die Sperrung auf. Der Sperrauftrag läuft vom Lieferanten über den Netzbetreiber, gegebenenfalls über den Messstellenbetreiber.Prozesse
- StandardlastprofilSLPEin Standardlastprofil ist eine normierte Verbrauchskurve, die das typische Abnahmeverhalten einer Kundengruppe abbildet. Der Netzbetreiber skaliert sie mit einer Jahresverbrauchsprognose und bildet daraus eine Viertelstundenzeitreihe für die Bilanzierung.Messwesen
- Steuerbare RessourceSRDie steuerbare Ressource bündelt eine oder mehrere technische Ressourcen zu der Einheit, die ein Netzbetreiber bei einem Steuerbefehl oder einer Vorgabe tatsächlich anspricht. Ihre SR-ID ist elfstellig alphanumerisch mit dem Buchstaben C an erster Stelle.Objekte & Lokationen
- Steuerbare VerbrauchseinrichtungSteuVEEine steuerbare Verbrauchseinrichtung ist eine Verbrauchsanlage wie eine Wärmepumpe, eine private Wallbox oder ein Speicher, deren Strombezug der Netzbetreiber nach § 14a EnWG bei Netzengpässen begrenzen darf. Über 4,2 kW Netzanschlussleistung fallen neue Anlagen darunter.Messwesen
- Steuerbares lokales SystemCLSControllable Local SystemEin CLS ist ein steuerbares lokales System, das über das Smart-Meter-Gateway angebunden wird und Steuerbefehle empfängt. Über die HAN-CLS-Schnittstelle des Gateways erhält die Anlage gesicherte Vorgaben.Messwesen
- SteuerboxEine Steuerbox ist eine technische Steuerungseinrichtung, die Steuerbefehle aus der sicheren Kommunikationsumgebung eines intelligenten Messsystems an eine steuerbare Anlage oder ein Energiemanagementsystem weitergibt. Der Steuerkanal ist der dafür genutzte Kommunikationsweg.Messwesen
- StornoEin Storno macht eine fehlerhafte Rechnung rückgängig, damit Beleg, Forderung, Buchung und Kundensicht wieder zusammenpassen. Auf das Storno folgt ein korrigierter Neubeleg.Abrechnung & Tarife
- StromgrundversorgungsverordnungStromGVVDie StromGVV regelt die Bedingungen der Grundversorgung von Haushaltskunden mit Strom, darunter Rechnung, Abschläge und Zahlungsverzug.Recht & Regulierung
- StromnetzentgeltverordnungStromNEVDie StromNEV regelt, wie Netzentgelte im Strombereich ermittelt werden. Sie unterscheidet Höchst-, Hoch-, Mittel- und Niederspannung sowie die Umspannebenen und kennt individuelle Netzentgelte nach § 19.Recht & Regulierung
- StromnetzzugangsverordnungStromNZVDie StromNZV regelte den Zugang zu den Stromnetzen, unter anderem Bilanzierung und vereinfachte Methoden für Entnahmen bis 100.000 kWh Jahresverbrauch. Sie ist zum 1. Januar 2026 außer Kraft getreten.Recht & Regulierung
- StromsteuerDie Stromsteuer ist eine Verbrauchsteuer auf Strom. Sie schuldet der Lieferant, wenn er den Strom leistet,.Abrechnung & Tarife
- SubmeteringSubmetering ist die Unterzählung innerhalb einer Kundenanlage. Die Unterzähler gehören dem Anlagenbetreiber, ihre Werte werden erst über eine Zusatzleistung abrechnungsrelevant im Energiemarkt.Messwesen
T
- TarifanwendungsfallTAFEin Tarifanwendungsfall legt fest, wie das Smart-Meter-Gateway aus Zählerständen eine Datenreihe für zeitvariable Tarife oder Netzzwecke bildet und an wen es sie sendet. Die Technische Richtlinie BSI TR-03109-1 beschreibt die TAF, zum Beispiel TAF 7 für den Zählerstandsgang.Messwesen
- TariffindungDie Tariffindung wählt in SAP IS-U aus, welcher Tarif für ein Zählwerk gilt, indem sie den Rate Type am Zählwerk mit der Tarifkategorie der Anlage verbindet. Die Tarifierung rechnet danach die Tarifschritte ab und liefert eine Rechnungszeile mit Menge, Preis und Betrag.SAP
- TarifwechselEin Tarifwechsel ändert Tarif oder Produkt eines Kunden beim selben Lieferanten. Mengen und Preise werden stichtagsgenau dem richtigen Zeitraum zugeordnet.Abrechnung & Tarife
- Technische RessourceTRDie technische Ressource ist die einzelne Erzeugungs-, Speicher- oder Verbrauchseinheit an einer Marktlokation, etwa eine Windenergieanlage, ein Batteriespeicher oder eine Wärmepumpe. Sie ist genau einer Marktlokation zugeordnet, im Sonderfall zweien, wenn sie einspeist und verbraucht.Objekte & Lokationen
Ü
U
- UmlagenUmlagen sind staatlich veranlasste Aufschläge auf den Strompreis. Die KWK-Umlage und die Offshore-Netzumlage erhebt der Netzbetreiber als eigenständigen Aufschlag auf die Netzentnahme. Die Umlage zur Finanzierung individueller Netzentgelte nach § 19 StromNEV ist ein weiteres Beispiel.Abrechnung & Tarife
- UTILMDUTILMD ist der EDIFACT-Nachrichtentyp für Stammdaten in der Marktkommunikation. Er transportiert unter anderem Anmeldung, Abmeldung, Zuordnungen und Stammdatenänderungen zu Marktlokationen und Messlokationen.Nachrichten & Formate
- UTILTSUTILTS überträgt Definitionen für Zählzeiten, Schaltzeiten und Leistungskurven. Die Berechnungsformel einer Markt- oder Netzlokation wird ebenfalls über UTILTS übermittelt.Nachrichten & Formate
V
- VerlustenergieVerlustenergie ist die elektrische Energie, die ein Netzbetreiber beschaffen muss, um physikalisch bedingte Verluste in Leitungen, Transformatoren und weiteren Netzanlagen auszugleichen. Sie erreicht keinen Letztverbraucher.Bilanzierung & Netz
- VerteilnetzbetreiberVNBDer Verteilnetzbetreiber betreibt Verteilnetze unterhalb des Übertragungsnetzes und versorgt darüber Endkunden mit Netzanschluss. Er ist der Netzbetreiber, mit dem Lieferanten und Messstellenbetreiber in GPKE und WiM kommunizieren.Marktrollen
- Vertrag (SAP IS-U)Der Vertrag ist in SAP IS-U das Bindeglied zwischen einem Vertragskonto und der technischen Versorgungseinheit. Er verbindet Geschäftspartner, Produkt und kaufmännische Bedingungen mit der Anlage.SAP
- VertragskontoDas Vertragskonto ist in SAP IS-U das Objekt der kaufmännischen Abwicklung eines Geschäftspartners. Hier laufen Forderungen, Zahlungen und Mahnverfahren zusammen.SAP
- VertragskontokorrentFI-CAFinancial Accounting, Contract Accounts Receivable and PayableFI-CA ist das SAP-Modul für das Vertragskontokorrent, die Forderungs- und Zahlungsbuchhaltung. Dort stehen die Forderungen aus der Fakturierung, die Zahlungseingänge und das Mahnwesen.SAP
- ViertelstundenwertEin Viertelstundenwert ist der Messwert oder Leistungsmittelwert einer Viertelstunde. Das Viertelstundenraster ist das maßgebliche Zeitraster für Lastgänge und Bilanzierung im Strommarkt.Messwesen
W
- WallboxEine Wallbox ist eine fest installierte Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge, meist im privaten Bereich. Über 4,2 kW Netzanschlussleistung zählt sie zu den steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG.Gerät · Objekte & Lokationen
- WandlerfaktorDer Wandlerfaktor rechnet die vom Zähler erfassten Sekundärwerte einer Wandlermessung in die tatsächlichen Primärwerte um. Ein falscher Faktor verfälscht ganze Zeitreihen systematisch.Messwesen
- WärmepumpeEine Wärmepumpe nutzt elektrische Energie, um Umweltwärme auf ein nutzbares Temperaturniveau zu heben. Sie ist eine flexible Last. Über 4,2 kW Netzanschlussleistung darf der Netzbetreiber ihren Bezug bei Netzengpässen nach § 14a EnWG begrenzen.Gerät · Objekte & Lokationen
- Wechsel des MessstellenbetreibersBeim Wechsel des Messstellenbetreibers übernimmt ein anderer Messstellenbetreiber die Messstelle einer Messlokation. Der Ablauf umfasst Auswahl, Anmeldung, Fristen und Datenübergabe und ist in der WiM geregelt.Prozesse
- WeitverkehrsnetzWANWide Area NetworkDas WAN ist die Verbindung des Smart-Meter-Gateways nach außen zu Marktpartnern und Gateway-Administrator. Über das WAN laufen die Messwerte an berechtigte Empfänger und die Administration des Gateways.Messwesen
- Wettbewerblicher MessstellenbetreiberwMSBEin wettbewerblicher Messstellenbetreiber ist ein Dritter, der den Messstellenbetrieb anstelle des grundzuständigen Messstellenbetreibers übernimmt. Grundlage ist der Wunsch des Anschlussnutzers oder Anschlussnehmers und ein entsprechender Vertrag nach dem MsbG.Marktrollen
- WiM StromWiMWechselprozesse im MesswesenDie WiM Strom regelt die Prozesse rund um den Messstellenbetrieb und die Übermittlung von Werten. Sie beantwortet, wer den Messstellenbetrieb an einer Messlokation übernimmt, wie der Messstellenbetreiber wechselt und welche Messwerte an welche berechtigten Empfänger gehen.Prozesse
- WirkarbeitWirkarbeit ist die tatsächlich nutzbare elektrische Energie, gemessen in Kilowattstunden. Die Wirkleistung ist ihre zeitliche Größe in Kilowatt.Messwesen
- WorklistEine Worklist ist eine gefilterte, sortierte Liste offener Vorgänge für einen Sachbearbeiter. Die Wiedervorlage legt einen Vorgang bis zu einem Datum zurück und zeigt ihn danach erneut vor.SAP
Z
- ZählerfernauslesungBei der Zählerfernauslesung beschafft der Messstellenbetreiber Zählerstände und Zeitreihen über eine Kommunikationsverbindung, ohne den Zähler vor Ort abzulesen.Messwesen
- ZählernummerDie Zählernummer identifiziert das physische Messgerät, die Geräte-ID ist die Kennung des Geräts in Stammdaten und Marktkommunikation. Beide gehören zum Gerät und wechseln bei jedem Gerätewechsel.Objekte & Lokationen
- ZählerschrankDer Zählerschrank nimmt die Zähler eines Gebäudes samt Sicherungs- und Verteilungstechnik auf. Er ist der Platz, an dem der Messstellenbetreiber Messeinrichtungen und Kommunikationsgeräte einbaut.Gerät · Messwesen
- ZählerstandDer Zählerstand ist der kumulierte Wert eines Zählwerks zu einem Zeitpunkt. Die Differenz zweier Zählerstände ergibt die Arbeitsmenge des Zeitraums.Messwesen
- ZählerstandsgangZSGEin Zählerstandsgang ist eine Reihe kumulierter Zählerstände in festen kurzen Abständen. Die Intervallarbeit ergibt sich erst aus den Differenzen der Stände. Der Messstellenbetreiber übermittelt ihn in bestimmten Rhythmen an berechtigte Marktrollen.Messwesen
- ZählpunktDer Zählpunkt ist der Punkt, an dem ein Energiefluss messtechnisch erfasst wird. Die Zählpunktbezeichnung ist die technische Kennzeichnung dieses Punktes in Stammdaten und Unterlagen.Objekte & Lokationen
- ZählwerkEin Zählwerk ist ein einzelnes Register in einem Zähler, das eine Messgröße in einer Tarifstufe fortlaufend aufsummiert. Es hat eine OBIS-Kennzahl, eine Messrichtung und gegebenenfalls einen Wandlerfaktor.Objekte & Lokationen
- ZählzeitdefinitionEine Zählzeitdefinition legt fest, zu welchen Zeiten welches Zählwerk oder Tarifregister zählt, etwa Hoch- und Niedertarifzeiten. Netzbetreiber, Lieferant und Messstellenbetreiber wirken dabei zusammen.Messwesen
- ZweirichtungszählerEin Zweirichtungszähler erfasst Bezug und Einspeisung in getrennten Zählwerken. Er wird an Anschlüssen mit Erzeugungsanlage eingesetzt.Gerät · Messwesen
Kein Eintrag passt zum Filter. Ein kürzerer Suchbegriff oder „Alle“ bei den Kategorien hilft.
Schlagworte aus den Artikeln
Begriffe oben sind kuratiert und erklärt. Schlagworte werden dagegen automatisch aus den Tags der Artikel gesammelt: Sie führen zu allen Artikeln, die ein Thema behandeln, erklären es aber nicht selbst.