nNick Energy Atlas
Konstrukte

Stammdatenatlas · SAP S/4HANA Utilities Deutschland

Wie der Markt in SAP-Stammdaten landet

Wie Marktlokation, Messlokation und Marktrollen in SAP S/4HANA Utilities landen: vom Geschäftspartner über Verträge, Anlagen, Geräte und Messinstanzen bis zur Bilanzierungseinheit. Ein Gesamtbild zeigt, woran jedes Objekt hängt; die Konstrukte zeigen jede Messstelle aus Sicht von MSB, NB und LF. Jede Aussage ist belegt.

Konstrukte
9
Objekte
29
Messkonzepte
3
Vertragsarten
8
Varianten
16
Belege
515
Geprüft am
27. September 2026

Das Gesamtbild: wo hängt was

Alle Objekte des Modells an einem Haushalt mit intelligentem Messsystem und steuerbarer Wärmepumpe, von den Verträgen bis zum Bilanzkreis. Die Rahmen sind Orte, die Pfeile zeigen, woran ein Objekt hängt. Die Leiste darüber blendet aus, was das System einer Rolle nicht führt; die Kürzel unten rechts in jedem Kasten sagen dasselbe. Jeder Kasten öffnet eine Karte mit Quelle, „hängt an“ und „daran hängt“.

KaufmännischMarkt und EnergiedatengehörtPartnervertrittGerätebeziehungGerätebeziehungabrechnungsrelevantnur gemessensteuertzugeordnetzugeordnetZählpunktbeziehungzugeordnetMeLo/NeLozugeordnetzugeordnetreguliertmit der MaLo-Anlage verbunden

Marktlokation Messlokation Netzlokation und Ressourcen hängt an nur gemessen, vertritt, nur bei Bedarf

Wo hängt was: alle Verbindungen des Gesamtbilds als Tabelle, mit Quellen
Jedes Objekt, woran es hängt und welche Rolle es führt
Objekthängt angeführt von
Kaufmännisch
Geschäftspartner (Kunde, Anschlussnutzer)Business PartnerAusgangspunkt, hängt an nichtsMSBNBLF
Vertragskonto (gleiche Zahlungsvereinbarung)Contract AccountLFNBMSB
Liefervertrag (nur im System des LF)ContractLF
MSB-Vertrag (Preis null, MOS Billing)ContractMSB
Netznutzungsvertrag (nur im System des NB)ContractNB
Geschäftspartner (Netznutzer, meist der LF)Business PartnerAusgangspunkt, hängt an nichtsNB
Orte und Geräte
Anschlussobjekt (Gebäude)Connection ObjectAusgangspunkt, hängt an nichtsMSBNBLF
Geräteplatz (Zählerschrank)Device LocationMSBNBLF
Verbrauchsstelle (Wohnung)PremiseMSBNBLF
mME (moderne Messeinrichtung)DeviceMSB
Smart-Meter-Gateway (mME + SMGW = iMS)Smart Meter Gateway (SMGW)MSB
Steuerbox (Steuerung nach § 14a EnWG)Control Equipment (Steuerbox)MSB
Geräteinfosatz (statt Gerät bei NB und LF)Device Info Record (DIR)NBLF
Zählwerk (1.8.0 Bezug)RegisterMSBNBLF
Anlagen
MaLo-Anlage (Abrechnung)InstallationMSBNBLF
MeLo-Anlage (nur Messung)InstallationMSBNBLF
SR-Anlage (Wärmepumpe)Controllable Resource (CR)MSBNB
Markt und Energiedaten
MaLo-ID (Zählpunkt, 11 Stellen)Point of Delivery (PoD)MSBNBLF
MeLo-ID (Zählpunkt, 33 Stellen)Point of Delivery (PoD)MSBNBLF
Lastprofil (SLP an der Anlage)Load ProfileMSBNBLF
Prognose (Jahresverbrauch)ForecastNBLF
Messinstanz (mit TAF)Metering InstanceMSBNB
Messinstanz (ohne TAF)Metering InstanceMSB
Versorgungsszenario (Supply)Supply ScenarioMSBNBLF
Serviceanbieter (LF, NB, MSB, ÜNB, BIKO)Service ProviderMSBNBLF
Bilanzierungseinheit (untere Ebene je LF)Settlement Unit (SU)NB
Bilanzierungseinheit (obere Ebene, Bilanzkreis)Settlement Unit (SU)NB
Netzlokation (NeLo-ID)Network Location (NeLo)MSBNB
Steuerbare Ressource (eigener Zählpunkt)Controllable Resource (CR)MSBNB
Technische Ressource (verbraucht oder erzeugt)Technical Resource (TR)MSBNB

MSB tritt grundzuständig und wettbewerblich auf. Beide Fälle sind dieselbe Rolle, sie unterscheiden nur, wer den Messstellenbetrieb ausübt.

Marktlokation · MaLo VerbrauchMesslokation · MeLoOrtezugeordnetzugeordnetVertragspartnerrechnet abenthältenthält
Marktlokation · MaLo VerbrauchMesslokation · MeLoOrtezugeordnetzugeordnetVertragspartnerrechnet abenthältenthält
Marktlokation · MaLo VerbrauchMesslokation · MeLoOrtezugeordnetzugeordnetVertragspartnerrechnet abenthältenthält
Marktlokation · MaLo VerbrauchMesslokation · MeLoOrtezugeordnetzugeordnetVertragspartnerrechnet abenthältenthält

Marktlokation Messlokation abrechnungsrelevant nur gemessenJeder Kasten und jedes Pfeil-Etikett lässt sich anklicken.

Die Konstrukte

Jedes Konstrukt ist eine typische Messstelle und wird aus Sicht von MSB, NB, LF und dem integrierten Netzbetreiber mit Messstellenbetrieb gezeichnet. Die ersten vier sind die Standardkonstrukte; Lastgangmessung, Trafoverluste, Summenmessung und Tranchen kommen aus den SAP-Varianten dazu, der Netzanschluss mit steuerbaren Ressourcen aus dem § 14a EnWG.

Lastprofil und Prognose: SLP, RLM und iMS im Vergleich

Ob eine Marktlokation nach Profil oder nach Messwerten bilanziert wird, entscheidet die Ausstattung der Messlokation. Beim Standardlastprofil wird der Verlauf gerechnet und die Jahresmenge prognostiziert. Bei registrierender Leistungsmessung wird der Verlauf gemessen. Das intelligente Messsystem liefert Zählerstandsgänge, aus denen ebenfalls Viertelstundenwerte werden.

Standardlastprofil (SLP)

Der Netzbetreiber rechnet mit einem typischen Verlauf, weil am Zählpunkt kein Lastgang vorliegt. Die Jahresmenge kommt aus einer Prognose, die Verteilung über das Jahr aus dem Profil.

Registrierende Leistungsmessung (RLM)

Am Zählpunkt wird viertelstündlich gemessen. Es gibt keine Prognose und kein synthetisches Profil; jedes Zählwerk trägt einen Profilkopf, und die gemessenen Werte gehen direkt in die Bilanzierung.

Intelligentes Messsystem (iMS)

Die moderne Messeinrichtung sendet über das Smart-Meter-Gateway Zählerstandsgänge. Ist die Messlokation vollständig mit iMS ausgestattet, wird wie bei RLM nach Viertelstundenwerten bilanziert, gebildet aus den täglichen Zählerstandsgängen.

Standardlastprofil, registrierende Leistungsmessung und intelligentes Messsystem Merkmal für Merkmal
MerkmalStandardlastprofil (SLP)Registrierende Leistungsmessung (RLM)Intelligentes Messsystem (iMS)
WerHaushalte, Gewerbe, Landwirtschaft, Bandlastkunden, unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen und Heizwärmespeicher. Der Netzbetreiber nutzt das Profil für Kunden, für die ihm keine Lastgang- oder Zählerstandsdaten vorliegen. BDEW, Standardlastprofile Strom (Zitat: Konkret schreibt die StromNZV standardisierte Lastprofile für Gewerbe, Haushalte, Landwirtschaft, Bandlastkunden, unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen und Heizwärmespeicher vor.)Große Einspeiser und Verbraucher. Für sie sind nur die gemessenen Profilrollen für Wirk- und Blindarbeit vorgesehen. SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Large feeders or consumers are quarter hourly metered and use only metered roles for active and reactive energy.)Pflichtfälle des grundzuständigen Messstellenbetreibers, unter anderem Letztverbraucher mit mehr als 6 000 kWh im Jahr, Kunden mit § 14a-Vereinbarung und Anlagen über 7 kW. MsbG § 29 (Zitat: mit intelligenten Messsystemen bei Letztverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6 000 Kilowattstunden sowie)
MessungKeine registrierende Leistungsmessung und kein intelligentes Messsystem. Gemessen wird der Zählerstand, nicht der Verlauf. BDEW, Standardlastprofile Strom (Zitat: Das umfasst Verbraucher ohne registrierende Leistungsmessung (RLM) und ohne intelligente Messysteme (iMSys).)Registrierende Leistungsmessung: Der Zähler hält den Verlauf in festen Zeitintervallen fest. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: RLM Registrierende Leistungsmessung)Zählerstandsgangmessung: eine Reihe viertelstündlich ermittelter Zählerstände, übertragen über das Gateway nach Tarifanwendungsfall 7. MsbG § 2 (Zitat: Zählerstandsgangmessung: die Messung einer Reihe viertelstündig ermittelter Zählerstände von elektrischer Arbeit und stündlich ermittelter Zählerstände von Gasmengen)
ProfilDas Profil ist synthetisch und liegt an der Anlage. SAP ordnet es der MaLo-Anlage zu, nicht dem einzelnen Zählwerk. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: For SLP, synthetic profiles are associated with the MaLo installation.)Jedes Zählwerk trägt einen Profilkopf, und jede Lastgangform braucht einen eigenen. Ein synthetisches Profil an der Anlage gibt es hier nicht. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: each load shape requires a profile header)Das iMS-Konstrukt trägt beides: wird nach Profil bilanziert, hängt das synthetische Profil an der MaLo-Anlage; bei gemessenen Werten trägt jedes Zählwerk einen Profilkopf. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: This specific setup is versatile and can be used for either Standard Load Profile (SLP) or Interval Reading (IR).)
PrognoseDie Jahresmenge steht nicht am Zähler. Der Verteilnetzbetreiber legt für jeden Profilkunden eine Prognose über den Jahresverbrauch fest, in der Regel auf Basis des Vorjahresverbrauchs. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Die Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen sind verpflichtet, für jeden Profilkunden des Lieferanten eine Prognose über den Jahresverbrauch festzulegen, die in der Regel auf dem Vorjahresverbrauch basiert.)Eine Prognose braucht die Bilanzierung hier nicht, weil der Verlauf gemessen ist. Das Modell führt für diese Kunden ausschließlich gemessene Rollen. GrundregelSAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Large feeders or consumers are quarter hourly metered and use only metered roles for active and reactive energy.)Bilanziert der Netzbetreiber mit den gemessenen Viertelstundenwerten, braucht er für die Verteilung keine Jahresverbrauchsprognose mehr. GrundregelBNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen vollständig mit iMS ausgestattet sind, werden auf Basis von Viertelstundenwerten (d.h. auf Basis der aus den täglichen Zählerstandsgängen gebildeten Lastgängen) bilanziert.)
BilanzierungNach Profil bilanziert werden Marktlokationen, deren Messlokationen einen konventionellen Zähler ohne Leistungsmessung oder eine moderne Messeinrichtung ohne Gateway haben. Das Profil verteilt die prognostizierte Menge auf Viertelstunden. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen mit kME ohne RLM oder mit mME ausgestattet sind, werden anhand von Profilen bilanziert.)Marktlokationen mit registrierender Leistungsmessung werden in der Regel mit den gemessenen Viertelstundenwerten bilanziert, ohne Verteilung über ein Profil. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen mit kME mit RLM ausgestattet sind, werden in der Regel auf Basis von Viertelstundenwerten (d.h. gemessenen Energiemengen) bilanziert.)Nach Viertelstundenwerten, gebildet aus den täglichen Zählerstandsgängen, sobald die Messlokationen vollständig mit iMS ausgestattet sind. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen vollständig mit iMS ausgestattet sind, werden auf Basis von Viertelstundenwerten (d.h. auf Basis der aus den täglichen Zählerstandsgängen gebildeten Lastgängen) bilanziert.)
Im SAP-SystemProfilbasierte Rollen für Verbrauch und Einspeisung. Das Referenzmodell für die Bilanzierung ist auf das synthetische Verfahren ausgelegt. SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: This reference data model is for synthetic settlement procedure only.)Gemessene Rollen für Verbrauch und Einspeisung, je Wirk- und Blindarbeit getrennt. Ein Profilkopf je Lastgangform hängt am Zählwerk. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: For IR, the profile headers are linked to the registers.)Ein Geräteinfosatz bildet die Zählwerke nach; die Messinstanz mit Tarifanwendungsfall hängt an der MaLo-Anlage, die ohne an der MeLo-Anlage. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: In terms of metering instances, one with a RUC is assigned to the MaLo installation, while a metering instance without a RUC is linked to the Metering Location (MeLo) system.)
Profilrollen, die SAP für die Bilanzierung führt: gemessen und Prognose
KonzeptKürzelProfilrolleBedeutung
Standardlastprofil (SLP)1020Electricity SLP metered SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity SLP metered)Verbrauch, gemessen
Standardlastprofil (SLP)1021Electricity SLP forecast SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity SLP forecast)Verbrauch, Prognose
Standardlastprofil (SLP)1022Electricity TLP metered SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity TLP metered)Verbrauch, dynamisches Referenzprofil
Standardlastprofil (SLP)1024Electricity TLP forecast SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity TLP forecast)Verbrauch, Prognose zum Referenzprofil
Standardlastprofil (SLP)1026Electricity SEP metered SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity SEP metered)Einspeisung, Standardprofil
Standardlastprofil (SLP)1027Electricity SEP forecast SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity SEP forecast)Einspeisung, Prognose
Standardlastprofil (SLP)1028Electricity TEP metered SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity TEP metered)Einspeisung, Referenzprofil
Standardlastprofil (SLP)1029Electricity TEP forecast SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity TEP forecast)Einspeisung, Prognose zum Referenzprofil
Registrierende Leistungsmessung (RLM)1001Electricity consumption active [kWh] SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity consumption active [kWh])Verbrauch, Wirkarbeit
Registrierende Leistungsmessung (RLM)1002Electricity consumption reactive [kvarh] SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity consumption reactive [kvarh])Verbrauch, Blindarbeit
Registrierende Leistungsmessung (RLM)1003Electricity feeding active [kWh] SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity feeding active [kWh])Einspeisung, Wirkarbeit
Registrierende Leistungsmessung (RLM)1004Electricity feeding reactive [kvarh] SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity feeding reactive [kvarh])Einspeisung, Blindarbeit

Die Tabellen dazu im IS-U-Explorer: Profilkopf, Profilzuordnung, Profilrolle, Anlage, Zählwerk und Bilanzierungseinheit.

Messtechnik: mME, Smart-Meter-Gateway und Messinstanz

Welche Technik an der Messlokation hängt, entscheidet über drei Dinge: welche Geräte der Messstellenbetreiber führt, ob eine Messinstanz mit Tarifanwendungsfall entsteht, und ob die Marktlokation nach Profil oder nach gemessenen Viertelstundenwerten bilanziert wird.

  1. Das intelligente Messsystem ist mME plus Gateway

    Ein intelligentes Messsystem besteht aus einer modernen Messeinrichtung und einem Smart-Meter-Gateway, das steuert und kommuniziert. In SAP sind das zwei Geräte, verbunden über eine Gerätebeziehung. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: Comprising a managing and controlling Smart Meter Gateway (SMGW) and an MMD)

  2. Das Gateway bindet Zähler und Steuerbox ein

    Zum technischen Betrieb der Messstelle gehört die Anbindung aller Einrichtungen am Gateway, ausdrücklich auch der Steuerungseinrichtungen. Die Steuerbox hängt deshalb hinter dem Smart-Meter-Gateway. MsbG § 2 (Zitat: einschließlich der informationstechnischen Anbindung von Messeinrichtungen und anderen an das Smart-Meter-Gateway angebundenen technischen Einrichtungen einschließlich Steuerungseinrichtungen)

  3. Pflichteinbau ab 6 000 kWh

    Der grundzuständige Messstellenbetreiber stattet unter anderem Letztverbraucher mit mehr als 6 000 kWh Jahresverbrauch mit einem intelligenten Messsystem aus; weitere Pflichtfälle betreffen Erzeugungsanlagen über 7 kW und steuerbare Verbrauchseinrichtungen. MsbG § 29 (Zitat: mit intelligenten Messsystemen bei Letztverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6 000 Kilowattstunden sowie)

  4. iMS mit Steuerbox bei § 14a

    Besteht mit dem Letztverbraucher eine Vereinbarung über steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG, gehört zum intelligenten Messsystem eine Steuerungseinrichtung am Netzanschlusspunkt. MsbG § 29 (Zitat: bei Letztverbrauchern, mit denen eine Vereinbarung nach § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes besteht)

  5. Sonst mindestens eine mME

    Wo kein intelligentes Messsystem vorgesehen ist, stattet der grundzuständige Messstellenbetreiber die Messstelle mindestens mit einer modernen Messeinrichtung aus. MsbG § 29 (Zitat: haben grundzuständige Messstellenbetreiber Messstellen an ortsfesten Zählpunkten bei Letztverbrauchern und Anlagenbetreibern mindestens mit modernen Messeinrichtungen auszustatten)

  6. Ein Geräteinfosatz bildet die Zählwerke nach

    Beim iMS legt der Messstellenbetreiber einen Geräteinfosatz an, der die Zählwerke der mME abbildet. Mit ihm wird die Messinstanz mit Tarifanwendungsfall konfiguriert; die echten Geräte stehen nicht abrechnungsrelevant in den Anlagen. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: To represent the properties of the register in the Modern Measuring Device (MMD), a device info record is created.)

  7. Messinstanz und Messprodukt

    Die Messinstanz ordnet ein Messprodukt einem Gerät oder einer Anlage zu und hält fest, welche Aktionen dafür laufen, etwa das Senden von Daten für Profile. Das Messprodukt legt fest, welche Tarifanwendungsfälle das Gateway ausführt. SAP Intelligent Metering Application Help (Zitat: Contains the assignment of a metering product to a device or installation, as well as the performed actions, for example, sending data for creating profiles.)

  8. Virtuelle Zählwerke als Geräteinfosatz

    Ändert sich das Messprodukt, legt der Prozess die virtuellen Zählwerke als Geräteinfosatz neu an. Die Geräte selbst werden den Messinstanzen des Vorgangs zugeordnet. SAP Intelligent Metering Application Help (Zitat: The process creates the virtual registers as a device info record.)

Konventionell, modern, intelligent
kMEmMEiMS
Was es istAnaloger oder elektronischer Zähler ohne Datenübertragung. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Conventional Metering Device (CMD) serves as an analog or electronic meter devoid of data transmission and receiving capabilities)Digitaler Zähler, der Verbrauchswerte über mehrere Zeiträume der letzten 24 Monate anzeigt. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Modern Measuring Device (MMD), a digitized current meter showcasing consumption values across multiple timeframes for the past 24 months)System, das elektronisch gemessene Werte überträgt: mME plus Smart-Meter-Gateway. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Intelligent Metering System (IMS), a system enabling the transmission of electronically metered values)
Bilanziert nachOhne registrierende Leistungsmessung nach Profil, mit RLM in der Regel nach gemessenen Viertelstundenwerten. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen mit kME ohne RLM oder mit mME ausgestattet sind, werden anhand von Profilen bilanziert.)Nach Profil, weil ohne Gateway kein Verlauf übertragen wird. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen mit kME ohne RLM oder mit mME ausgestattet sind, werden anhand von Profilen bilanziert.)Nach Viertelstundenwerten aus den täglichen Zählerstandsgängen, wenn die Messlokationen vollständig mit iMS ausgestattet sind. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen vollständig mit iMS ausgestattet sind, werden auf Basis von Viertelstundenwerten (d.h. auf Basis der aus den täglichen Zählerstandsgängen gebildeten Lastgängen) bilanziert.)
Beim MSB in SAPEchtes Gerät, abrechnungstechnisch in MaLo- und MeLo-Anlage eingebaut, abrechnungsrelevant nur an der MaLo. GrundregelSAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: abrechnungstechnische Mehrfachzuordnung desselben Gerätes / Geräteinfosatzes in beiden Anlagen)Echtes Gerät an der MeLo nicht abrechnungsrelevant; die Zählwerke an der MaLo sind abrechnungsrelevant. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: At the Metering Location (MeLo) installation, the Modern Measuring Device (MMD) is installed for billing-related, but not billing-relevant purposes)Echte Geräte nicht abrechnungsrelevant, dazu ein Geräteinfosatz für die Zählwerke und je eine Messinstanz an MaLo und MeLo. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: In the SAP S/4HANA Utilities system, devices are installed in both systems as non-billing-relevant entities.)
Beim NB und LF in SAPGeräteinfosatz statt Gerät, weil der MSB das echte Gerät in seinem System führt. SAP Learning, Variants of Feed-In (Zitat: all real devices are managed by the MOS in another system, so they are replaced by device info records)Geräteinfosatz statt Gerät, eingebaut in MaLo und MeLo, abrechnungsrelevant nur an der MaLo. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: Serving as a virtual placeholder, the device info record is installed for billing-related purposes in both the Metering Location (MeLo) and Market Location (MaLo) installations.)Alle echten Geräte werden durch Geräteinfosätze ersetzt; eine Messinstanz an der MeLo braucht der NB nicht. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: within the SAP S/4HANA Utilities system, all real devices are substituted with device info records)
Messinstanz mit und ohne Tarifanwendungsfall
mit TAFohne TAF
Hängt anAn der MaLo-Anlage, weil der TAF die abrechnungsrelevante Aufbereitung beschreibt. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: one with a RUC is assigned to the MaLo installation)An der MeLo-Anlage, weil sie nur die Messung beschreibt. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: a metering instance without a RUC is linked to the Metering Location (MeLo) system)
Im System des MSBJa. Sie entsteht mit dem Geräteinfosatz, der die Zählwerke der mME abbildet. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: This step is crucial in configuring a metering instance with a Rate Use Case (RUC).)Ja, an der MeLo-Anlage. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: a metering instance without a RUC is linked to the Metering Location (MeLo) system)
Im System des NBJa, konfiguriert wie beim integrierten Netzbetreiber mit Messstellenbetrieb. SAP Learning, Variants of Feed-In (Zitat: the configuration of metering instances for MaLo)Nein, Messinstanzen an der MeLo braucht der NB nicht. SAP Learning, Variants of Feed-In (Zitat: Also, MOS contracts on the MaLo installations and meter instances for the MeLo installations are not necessary.)
Was sie trägtDen Tarifanwendungsfall: wie das Gateway die Messwerte zusammenfasst, nach Vorgabe des BSI. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Rate Use Case (RUC), which describes how metered data is amalgamated by smart meter gateways, as defined by the German Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI))Die Zuordnung des Messprodukts zu Gerät oder Anlage samt der dafür laufenden Aktionen. SAP Intelligent Metering Application Help (Zitat: Contains the assignment of a metering product to a device or installation, as well as the performed actions, for example, sending data for creating profiles.)
Tarifanwendungsfälle nach BSI TR-03109-1
Wofür
TAF 1 · Datensparsame TarifeTarife, bei denen Datensparsamkeit im Vordergrund steht: eine Tarifstufe, ein Zählerstand je Abrechnungszeitraum. BSI TR-03109-1 (Zitat: Dieser Anwendungsfall beschreibt Tarife, die für Verbrauchsabrechnungen herangezogen werden können, bei denen ein hohes Interesse an Datensparsamkeit besteht.)
TAF 2 · Zeitvariable TarifeEnergiemengen je nach Uhrzeit in unterschiedlichen Registern, etwa für Hoch- und Niedertarif. BSI TR-03109-1 (Zitat: Dieser Anwendungsfall ermöglicht es Energiemengen in Abhängigkeit der Zeit in unterschiedlichen Registern zu erfassen.)
TAF 6 · Abruf im BedarfsfallAbruf von Messwerten in nicht planbaren Fällen, etwa bei einem Lieferantenwechsel. BSI TR-03109-1 (Zitat: Dieser Anwendungsfall erlaubt den Abruf von Messwerten in nicht planbaren Situationen.)
TAF 7 · ZählerstandsgangmessungErfassung und Versand von Zählerstandsgängen; Grundlage der Bilanzierung nach Viertelstundenwerten und einer zentralen Tarifierung. BSI TR-03109-1 (Zitat: Dieser Anwendungsfall erlaubt die Erfassung und Versendung von Zählerstandsgängen. Über diesen Anwendungsfall ist zudem eine zentrale Tarifierung durch den EMT möglich.)
TAF 9 · Ist-EinspeisungBereitstellung der Ist-Einspeiseleistung von EEG- und KWK-Anlagen. BSI TR-03109-1 (Zitat: Dieser Anwendungsfall erlaubt die Bereitstellung der Ist-Einspeiseleistung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz.)
TAF 10 · NetzzustandsdatenNetzzustandsdaten aus dem Gateway an den Netzbetreiber. BSI TR-03109-1 (Zitat: Dieser Anwendungsfall ermöglicht die Bereitstellung von Netzzustandsdaten aus dem SMGW an den Netzbetreiber.)
TAF 14 · Hochfrequente WerteHochfrequente Messwerte als Grundlage für Mehrwertdienste, etwa eine Verbrauchsanzeige. BSI TR-03109-1 (Zitat: Dieser Anwendungsfall erlaubt die hochfrequente Bereitstellung von Messwerten als Grundlage zur Umsetzung von Mehrwertdiensten)

Bilanzierung: Bilanzierungseinheit und Bilanzkreis

Bilanziert wird im System des Netzbetreibers, an der Marktlokation. Dafür hängt jede MaLo an einer unteren Bilanzierungseinheit, und jede untere an genau einer oberen, die den Bilanzkreis darstellt.

  1. Was ein Bilanzkreis ist

    Ein Bilanzkreis fasst Einspeise- und Entnahmestellen zusammen, damit sich Abweichungen durch Durchmischung ausgleichen und Handelsgeschäfte abgewickelt werden können. EnWG § 3 (Zitat: die Zusammenfassung von Einspeise- und Entnahmestellen, die dem Zweck dient, Abweichungen zwischen Einspeisungen und Entnahmen durch ihre Durchmischung zu minimieren und die Abwicklung von Handelstransaktionen zu ermöglichen)

  2. Eine Einheit je Kombination

    Die Bilanzierungseinheit enthält alle Marktlokationen mit derselben Kombination aus Bilanzkoordinator, Netzbetreiber und Lieferant. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: a virtual entity containing all MaLo with the same combination of settlement coordinator, distributor, and supplier)

  3. Untere Ebene: hier hängen die MaLo

    Marktlokationen werden nur der unteren Ebene zugeordnet. Sie steht beim Verbrauch für die Summe eines Lieferanten je Bilanzierungsgebiet und Netz. SAP-Hilfe, Settlement Unit Master Data (Zitat: MaLo assignments are only allowed on this lower level.)

  4. Obere Ebene: der Bilanzkreis

    Die obere Ebene steht für den Bilanzkreis. Unter ihr hängen die unteren Einheiten, Marktlokationen nie; jede untere hat genau eine obere. SAP-Hilfe, Settlement Unit Master Data (Zitat: Represents the balancing group (German “Bilanzkreis”).)

  5. Tranchen statt MaLo

    Hat eine Marktlokation Tranchen für Lieferant und Netzbetreiber, wird die Bilanzierungseinheit der Tranche zugeordnet. SAP-Hilfe, Settlement Unit Master Data (Zitat: When market location has SUP tranche and DSO tranche, the settlement unit must be assigned to the tranche and not to the MaLo.)

  6. Kein Bilanzieren beim MSB

    Im System des Messstellenbetreibers wird nicht bilanziert; Bilanzierungseinheiten braucht er nicht. SAP Learning, Variants of Feed-In (Zitat: Settlement units are also not required since the settlement is not carried out.)

  7. Mehr- und Mindermengen bei Profilen

    Bei Profilkunden weicht die gemessene Jahresmenge von der Menge ab, die sich aus den prognostizierten Profilen ergibt. Diese Mehr- und Mindermengen werden gesondert abgerechnet. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Jahresmehr- und Jahresmindermengen zwischen der bei Entnahmestellen mit Profilverfahren gemessenen oder auf sonstige Weise ermittelten elektrischen Arbeit und der sich aus den prognostizierten Profilen ergebenden elektrischen Arbeit)

Zwei Ebenen, vier Kategorien
VerbrauchEinspeisung
Untere Ebene, mit MaLoKategorie 1 „Supplier Settlement Area“: Summe je Lieferant und Bilanzierungsgebiet. SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Consumption: Sum for each SUP of one settlement area)Kategorie 21 „Feed-in DM/Distr.-Level“: Summe je Direktvermarkter, bei EEG-Vergütung je Netzbetreiber. SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Feed-in DM/Distr.-Level (MaLO - Assignment))
Obere Ebene, BilanzkreisKategorie 6 „Settlement Area“: Summe auf Ebene des Bilanzkreises, ohne Lieferant. SAP-Hilfe, Settlement Unit Master Data (Zitat: Use Category “6 – Settlement area” to create an upper-level settlement unit.)Kategorie 22 „Feed-in BalGroup-Level“: Bilanzkreisebene der Einspeisung, keine MaLo-Zuordnung. SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Feed-in BalGroup-Level (NO MaLO - Assignments!))
Sicht (Settlement View)Sicht 01 für alle Einheiten des Verbrauchs: Netznutzungsabrechnung durch den Netzbetreiber. SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Grid Usage Settlement by Distribution)Sicht 11 für alle Einheiten der Einspeisung. SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Energy Feedin)

Verträge: wer mit wem worüber

An der MaLo-Anlage hängt in jedem System ein anderer Vertrag: beim Lieferanten der Liefervertrag, beim Netzbetreiber die Netznutzung, beim Messstellenbetreiber der MSB-Vertrag. Dazu kommen Verträge rund um Anschluss und Messstelle, die das Modell voraussetzt.

An der MaLo-Anlage im SAP-System

Rund um Anschluss und Messstelle

Alle Varianten, die SAP für Deutschland beschreibt

Das Modell kennt mehr Messstellen als die ausgearbeiteten Konstrukte. Diese Liste nennt jede Variante mit ihrem SAP-Namen; die ausgearbeiteten führen zur Konstruktseite.

Zum Nachlesen

Was ist das Stammdatenreferenzmodell?
Alle Objekte in drei Schichten

Drei Schichten von Stammdaten. Das Referenzmodell legt keine neuen an; es bestimmt, wie die vorhandenen zusammenspielen.

Kaufmännisch Wer zahlt, mit welchem Vertrag

Technisch Wo ist was eingebaut

Markt Wie der Markt die Stelle kennt

Klick auf ein Objekt zeigt Erklärung, Quelle, die Objektbeziehungen und die Tabellen im IS-U-Explorer.
Die 13 Grundregeln

13 Regeln tragen jedes Konstrukt. Wer sie kennt, kann auch Stellen lesen, die hier noch nicht stehen.

  1. Eine Lokation ist Zählpunkt plus Anlage

    Was der Markt „Lokation“ nennt, ist in SAP ein Zählpunkt mit seiner Anlage und deren Anlagenstruktur. Weil MaLo und MeLo getrennt sind, gibt es Zählpunkt und Anlage doppelt: einmal für die Marktlokation, einmal für die Messlokation.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: schlägt sich so nieder als Dopplung der Objekte Zählpunkt und Anlage)
  2. Die Zählpunktbeziehung verbindet MaLo und MeLo

    Welche Messlokation die Werte für welche Marktlokation liefert, steht in einer typisierten Zählpunktbeziehung. Sie ist im Modell an jeder gemessenen Stelle Pflicht.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: die Zuordnung von Markt- zu Messlokationen (und umgekehrt) über die Verwendung von Zählpunktbeziehungen zu pflegen)
  3. Ein Gerät, zwei Anlagen

    Dasselbe Gerät oder derselbe Geräteinfosatz ist abrechnungstechnisch in beide Anlagen eingebaut, in die MaLo-Anlage und in die MeLo-Anlage.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: abrechnungstechnische Mehrfachzuordnung desselben Gerätes / Geräteinfosatzes in beiden Anlagen)
  4. Das Zählwerk trägt die Abrechnungsrelevanz

    Ob eine Menge in die Abrechnung geht, entscheidet das Zählwerk in der Anlage, in die es eingebaut ist. Im Modell ist jedes Zählwerk nur in der MaLo-Anlage abrechnungsrelevant.

    SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: The register, however, is marked as 'billing-relevant' only in the MaLo installation as this is the installation where the billing of quantities always takes place.)
  5. Das Messkonzept bestimmt das Bilanzierungsverfahren

    Sind die Messlokationen mit konventioneller Messeinrichtung ohne registrierende Leistungsmessung oder mit moderner Messeinrichtung ausgestattet, wird anhand von Profilen bilanziert. Bei registrierender Leistungsmessung sind die Viertelstundenwerte die Grundlage. Ein vollständig ausgestattetes intelligentes Messsystem bilanziert ebenfalls über Viertelstundenwerte, die aus den täglichen Zählerstandsgängen gebildet werden.

    BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen mit kME ohne RLM oder mit mME ausgestattet sind, werden anhand von Profilen bilanziert.)
  6. Zur Messung gehört eine Prognose

    Wo nach Profil bilanziert wird, fehlt der gemessene Verlauf. Der Netzbetreiber legt deshalb für jeden Profilkunden eine Prognose über den Jahresverbrauch fest, in der Regel aus dem Vorjahr. Sie bildet zusammen mit dem synthetischen Profil die erwartete Menge.

    BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Die Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen sind verpflichtet, für jeden Profilkunden des Lieferanten eine Prognose über den Jahresverbrauch festzulegen, die in der Regel auf dem Vorjahresverbrauch basiert.)
  7. Abgerechnet wird an der MaLo-Anlage

    Abrechnungsrelevant sind die Zählwerke nur in der MaLo-Anlage. Dort findet die Abrechnung der Mengen immer statt, in der MeLo-Anlage nie.

    SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: The register, however, is marked as 'billing-relevant' only in the MaLo installation as this is the installation where the billing of quantities always takes place.)
  8. Kaufmännisches hängt an der MaLo

    Vertrag und Geschäftspartner an der MaLo-Anlage zeigen, wer dort kaufmännisch steht: im Netzbetreibersystem der Netznutzer, im Lieferantensystem der Kunde. Auch die Bilanzierung hängt an der Marktlokation.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: dass die Energiemengenbilanzierung und die Abrechnung (der Netznutzung) an dem Business-Objekt zugeordnet werden, dass nun als Marktlokation deklariert ist)
  9. Fremde Geräte als Geräteinfosatz

    Betreut ein anderer Marktpartner das Gerät, etwa der Messstellenbetreiber in seinem eigenen System, führen Netzbetreiber und Lieferant einen Geräteinfosatz als Platzhalter.

    SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: the device info record acts as a meaningful representation of a real device. This becomes especially important when the actual device is managed by the Meter Operator (MOS) in a separate system)
  10. Die IDs bleiben Zählpunktbezeichnungen

    Die MaLo-ID (11 Stellen mit Prüfziffer) und die MeLo-ID (33 Stellen nach Metering Code) sind technisch beide Zählpunktbezeichnungen. Den Unterschied macht die Typisierung des Zählpunkts.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: Beide ID´s sind – technisch gesehen – im SAP for Utilities nach wie vor Zählpunktbezeichnungen.)
  11. Der Vertrag gehört zur Rolle

    Jede Rolle rechnet über den Vertrag ab, der zu ihrer Leistung gehört: der Lieferant über den Liefervertrag mit dem Kunden, der Netzbetreiber über die Netznutzung, der Messstellenbetreiber über den Vertrag über den Messstellenbetrieb. Der Messstellenbetreiber braucht daneben weder Liefer- noch Netzvertrag.

    SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: there's no requirement for a Supplier (SUP) contract or a Distributor (DSO) contract)
  12. Die Messinstanz trägt den Tarifanwendungsfall

    Ein intelligentes Messsystem bildet SAP über Messinstanzen ab. Die Instanz mit Tarifanwendungsfall hängt an der Anlage der Marktlokation, die Instanz ohne Tarifanwendungsfall an der Anlage der Messlokation.

    SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: In terms of metering instances, one with a RUC is assigned to the MaLo installation, while a metering instance without a RUC is linked to the Metering Location (MeLo) system.)
  13. Bilanzierungseinheiten haben zwei Stufen

    Die untere Stufe bekommt die Marktlokationen zugeordnet. Die obere Stufe bildet den Bilanzkreis, sammelt die unteren Einheiten und trägt selbst keine Marktlokation. Jede untere Einheit gehört genau zu einer oberen.

    SAP-Hilfe, Settlement Unit Master Data (Zitat: MaLo assignments are only allowed on this lower level.)
Begriffe
MaLo Marktlokation
Ort, an dem Energie verbraucht oder erzeugt wird. Mit ihr wird bilanziert, über sie laufen Lieferantenwechsel und Stammdatenaustausch. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: The MaLo, in its capacity, is a place where energy production or consumption occurs.)
MeLo Messlokation
Ort, an dem gemessen wird, mit der Technik, die Messwerte ermittelt und überträgt. Sie ist Gegenstand etwa beim Wechsel des Messstellenbetreibers. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: The MeLo, a place where energy is measured, equips itself with sophisticated facilities that allow the computation and transmission of meter values.)
NeLo Netzlokation
Anschlusspunkt im Netz, der eine oder mehrere MaLo über eine Leitung ans Netz bringt. Im Modell ist sie optional und in dieser Ausbaustufe nicht gezeichnet. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the NeLo functions as a connection point in a grid area)
GIS Geräteinfosatz
Platzhalter für ein fremdes Gerät. Seine Seriennummer ist unabhängig von der des echten Geräts, sein Profil darf gleich sein. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: The serial number of the device info record is assigned independently of the serial number of the actual device.)
mME moderne Messeinrichtung
Digitaler Zähler, der Verbräuche über mehrere Zeiträume der letzten 24 Monate anzeigt. Ohne Gateway sendet er keine Werte. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Modern Measuring Device (MMD), a digitized current meter showcasing consumption values across multiple timeframes for the past 24 months)
iMS intelligentes Messsystem
Moderne Messeinrichtung plus Smart-Meter-Gateway. Das System überträgt die Messwerte elektronisch. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: Comprising a managing and controlling Smart Meter Gateway (SMGW) and an MMD)
SLP Standardlastprofil
Durchschnittlicher Verlauf, nach Jahreszeit und Wochentag angepasst, typisch für Haushalte. Im Modell hängt es als synthetisches Profil an der MaLo-Anlage. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Standard Load Profile (SLP) mirrors the average consumption, adjusted for season and weekday, typically used for residential customers)
Lastgang Zählerstandsgang und Lastgangmessung (SAP: Interval Reading)
Gemessene Werte in festen Intervallen, typisch für Gewerbe und Industrie. Im Modell trägt jedes Zählwerk dafür einen Profilkopf. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Interval Reading (IR) captures real-time actual consumption values, applicable for industrial customers)
TAF Tarifanwendungsfall (SAP: Rate Use Case, RUC)
Beschreibt nach Vorgaben des BSI, wie das Smart-Meter-Gateway Messwerte zusammenfasst. In SAP hängt er an einer Messinstanz. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Rate Use Case (RUC), which describes how metered data is amalgamated by smart meter gateways)
MSB-Vertrag Vertrag über den Messstellenbetrieb
Vertrag zwischen Messstellenbetreiber und Anschlussnutzer für ein Anschlussobjekt. Über ihn läuft die Abrechnung des Messstellenbetriebs. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the MOS Contract, a binding agreement between meter operator and connection user for a specific connection object, used in MOS Billing)
RLM Registrierende Leistungsmessung
Messung, die den Leistungsverlauf in festen Zeitintervallen festhält. Marktlokationen mit registrierender Leistungsmessung werden in der Regel auf Basis von Viertelstundenwerten bilanziert. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen mit kME mit RLM ausgestattet sind, werden in der Regel auf Basis von Viertelstundenwerten (d.h. gemessenen Energiemengen) bilanziert.)
kME konventionelle Messeinrichtung
Sammelbegriff für die bisherige Messtechnik, also alles, was weder moderne Messeinrichtung noch intelligentes Messsystem ist. Mit ihr bilanziert der Markt nach Profil, solange keine registrierende Leistungsmessung vorhanden ist. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Marktlokationen, deren Messlokationen mit kME ohne RLM oder mit mME ausgestattet sind, werden anhand von Profilen bilanziert.)
Prognose Jahresverbrauchsprognose (SAP: Forecast)
Vorausberechnete Jahresmenge eines Profilkunden. Der Verteilnetzbetreiber legt sie fest und teilt sie Lieferant oder Netznutzer mit; der kann widersprechen und eine eigene Prognose vorlegen. Bei Lastgangmessung entfällt sie. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Die Betreiber von Elektrizitätsverteilernetzen sind verpflichtet, für jeden Profilkunden des Lieferanten eine Prognose über den Jahresverbrauch festzulegen, die in der Regel auf dem Vorjahresverbrauch basiert.)
Profilkopf Kopfdaten einer Lastgangform (SAP: Profile Header)
Kopfsatz zu einer Zeitreihe, der festhält, welche Lastgangform ein Zählwerk liefert. Beim Lastgang hängt er am Zählwerk, und jede Lastgangform braucht einen eigenen. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: For IR, the profile headers are linked to the registers.)
Bilanzierungseinheit Settlement Unit, Einheit der Energiemengenbilanzierung
Zusammenfassung aller Marktlokationen mit derselben Kombination aus Bilanzkoordinator, Verteilnetzbetreiber und Lieferant. Die untere Stufe nimmt die Marktlokationen auf, die obere bildet den Bilanzkreis. SAP-Hilfe, Settlement Unit Master Data (Zitat: MaLo assignments are only allowed on this lower level.)
Messstelle Messstelle nach MsbG
Alle Mess-, Steuerungs- und Kommunikationseinrichtungen an einem Zählpunkt zusammen. Der Messstellenbetreiber ist für ihren technischen Betrieb verantwortlich; sie ist weiter gefasst als die Messlokation. MsbG § 2 (Zitat: Messstelle: die Gesamtheit aller Mess-, Steuerungs- und Kommunikationseinrichtungen zur sicheren Verarbeitung von Messdaten und Steuerungsinformationen)
Steuerbox Steuerungseinrichtung
Gerät am Netzanschlusspunkt, das hinter dem Smart-Meter-Gateway die steuerbaren Verbrauchseinrichtungen steuert. Sie entsteht zusammen mit dem intelligenten Messsystem. MsbG § 29 (Zitat: mit intelligenten Messystemen und einer Steuerungseinrichtung am Netzanschlusspunkt)
Tranche Anteil an einer Einspeisung
Virtueller Zählpunkt für einen Anteil an der Erzeugung einer Einspeiseanlage. Er hat eine eigene Anlage mit eigenem Geräteinfosatz, und die Bilanzierungseinheit wird ihm zugeordnet. SAP-Hilfe, Settlement Unit Master Data (Zitat: When market location has SUP tranche and DSO tranche, the settlement unit must be assigned to the tranche and not to the MaLo.)
Verbrauchsanlage Anlage einer Verbrauchsstelle (englisch: consumption installation)
SAP Learning nennt die Anlage einer Verbrauchsstelle „consumption installation“. Im Modell ist das die Anlage der Marktlokation, an der Lieferant, Bilanzierung und Abrechnung hängen. SAP Learning, Variants of Feed-In (Zitat: the consumption installation, which is MaLo 1, has the supplier in their services)
SEP und TEP Standard- und Referenz-Einspeiseprofil
Profilarten der Einspeisung. Das Standardeinspeiseprofil ist der statische Verlauf, das Referenzprofil hängt zusätzlich von Tagesparametern ab. Für beide führt SAP eine gemessene und eine Prognose-Rolle. SAP-Hilfe, Reference Data Model for EQS (Zitat: Electricity TEP metered)
Lokationsbündel messtechnisch abhängige Lokationen
Bündel von Lokationen, deren Werte zusammengehören, etwa eine Netzlokation mit mehreren Messlokationen. Es hält fest, welche Stelle die physikalische Größe ermittelt. BNetzA, GPKE Teil 1 (Zitat: Lokationsbündel Bündel messtechnisch abhängiger Lokationen)
§ 14a netzorientierte Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen
Regelung für steuerbare Verbrauchseinrichtungen, die über einen separaten Zählpunkt verfügen. Wer die netzorientierte Steuerung vereinbart, zahlt ein reduziertes Netzentgelt; die Steuerung läuft über das Smart-Meter-Gateway. EnWG § 14a (Zitat: ein reduziertes Netzentgelt zu berechnen, wenn mit ihnen im Gegenzug die netzorientierte Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, die über einen separaten Zählpunkt verfügen, vereinbart wird)

Quellen und Grenzen

Das maßgebliche SAP-Dokument, die „Data Model Recommendations for SAP S/4HANA Utilities Master Data Updates Option for Germany“, ist nur für angemeldete SAP-Kunden lesbar. Diese Seiten belegen deshalb aus SAPs öffentlichen Kursen und Hilfeseiten, aus dem Marktstandard des BDEW und aus dem amtlichen Recht. Jedes Zitat wird vonnpm run check:stammdatenmodell-sources im Text seiner Quelle gesucht. Englische Zitate stehen im Original, der Text auf der Seite gibt sie auf Deutsch wieder. Für ein Projekt gilt der Stand des SAP-Dokuments zum eigenen Release.