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Glossar · Gerät · Anlagen & Lasten

Wärmepumpe

Heizt mit Strom und Umweltwärme; ab 4,2 kW Netzanschlussleistung eine steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG.

Auch: Luft-Wasser-Wärmepumpe, Wärmepumpenheizung, WP, Außeneinheit

Eine Wärmepumpe nutzt Strom, um Umweltwärme auf ein höheres Temperaturniveau zu heben. Das Foto zeigt die Außeneinheit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (laut Bildbeschreibung auf Wikimedia Commons der Marke Remeha). Ein Ventilator führt Außenluft durch den Wärmetauscher; das Heizwasser fließt über Rohre ins Haus.

Im Netz ist die Wärmepumpe eine Verbrauchseinrichtung. Häufig bekommt sie einen eigenen Zählerplatz, das entscheidet jedoch das Messkonzept und nicht das Gerät.

Nach § 14a EnWG gehört die Wärmepumpe zu den steuerbaren Verbrauchseinrichtungen. Relevant ist eine Netzanschlussleistung über 4,2 kW, Zusatz- und Notheizung zählen mit. Der Netzbetreiber darf bei drohender Überlastung den Bezug auf bis zu 4,2 kW senken, nicht darunter; die Wärmepumpe läuft dann im reduzierten Betrieb weiter. Für neue Anlagen gilt das seit dem 1. Januar 2024, im Gegenzug erhält der Anschlussnehmer ein reduziertes Netzentgelt.

Für die Steuerung braucht die Wärmepumpe einen Weg zum Netzbetreiber. Zielbild ist die Steuerbox am Smart-Meter-Gateway. Ältere Anlagen wurden über Rundsteuerempfänger geschaltet, mit eigenen Wärmepumpentarifen. Ein Aufkleber wie „SG Ready“ betrifft die Ansteuerbarkeit des Geräts, nicht die Frage, ob und wie der Netzbetreiber steuert.

Gruppe
Anlagen & Lasten
Rolle im Netz
Verbrauchseinrichtung; Bezug vom Netz
Steuerbar nach § 14a EnWG
Netzanschlussleistung über 4,2 kW; Zusatz- und Notheizung zählen mit
Absenkung
bis auf 4,2 kW, nicht darunter
Für Neuanlagen seit
1. Januar 2024 (BK6-22-300); reduziertes Netzentgelt als Gegenleistung
Steuerung
Steuerbox am Smart-Meter-Gateway (Zielbild); früher Rundsteuerempfänger

Am Foto erklärt 7 Markierungen

Foto: Kai Kemmann / Wikimedia Commons – CC BY-SA 4.0
  1. Lüftergitter und Wärmetauscher

    Das Gitter an der linken Seite schützt den Ventilator, der Außenluft durch den Wärmetauscher führt. Dort nimmt das Gerät Wärme aus der Luft auf.

  2. Herstellerlogo

    Das Logo „remeha“ nennt die Marke. Die Bildbeschreibung auf Commons bestätigt sie.

  3. Typenschild

    Das Typenschild an der Wartungsklappe trägt Herstellerlogo, Barcode, CE-Zeichen und ein Flammenzeichen mit der Klasse „A3“. Die Einzelwerte sind auf dem Foto nicht lesbar.

  4. SG-Zeichen

    Das schwarze Zeichen mit „SG“ und einem Schriftzug darunter steht für Smart-Grid-Ansteuerbarkeit (SG Ready). Es ersetzt weder die Anmeldung beim Netzbetreiber noch die Steuerbox nach § 14a EnWG.

    Begriff im Glossar
  5. Kupferrohre

    Rechts führen Kupferrohre vom Gerät weg. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ist das der Anschluss an den Heizwasserkreis im Haus. Wo Vor- und Rücklauf liegen, ist nicht erkennbar.

  6. Aufstellfüße

    Das Gerät steht auf schwarzen Blöcken, die üblicherweise Schwingungen dämpfen.

  7. Betonsockel

    Ein Betonsockel trägt die Außeneinheit über dem Boden.

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